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Roberto wechselt zu Recreativo Huelva! Drucken
Geschrieben von: Fabian   
Samstag, den 05. Juli 2008 um 18:12 Uhr
von Fabian Hoch

Der Aderlass von Atlético Madrid hält an, denn mit dem 22-Jährigen Roberto lassen die Rojiblancos einen weiteren Akteur vom Manzanares ziehen. Der derzeitige U21-Nationalkeeper, der in der vergangenen Saison an den Zweitligisten Gimnàstic Tarragona ausgeliehen war, unterschrieb laut der offiziellen Homepage der Andalusier einen Vertrag über drei Jahre. Nach den ersten beiden Spielzeiten können sich die Colchoneros die Dienste des Torhüters jedoch wieder jeweils für 1,5 Millionen Euro sichern. Über die Ablöse wurde nichts bekannt, dennoch ist davon auszugehen, dass mit diesem Wechsel die Entschädigung für Florent Sinama-Pongolle etwas gedrückt wird, der den umgekehrten Weg einschlug.

Von klein auf stand der talentierte Schlussmann in den Reihen der Rot-Weißen, wo er zur Saison 2004/05 in den B-Kader aufrückte. Erst 2006/07 wurde er dort aber erst zum Stammspieler und avancierte zum U21-Nationalkeeper. Zuvor war er bereits bei der U20-WM 2005 in den Niederlanden aktiv, wo er das Kunststück vollbrachte wenige Minuten nach seiner Einwechslung vom Platz zu fliegen. Im Kader der ersten Mannschaft stand er nie dauerhaft, dennoch kam er in der Spielzeit 2005/06 zu seinem bisher einzigen Einsatz für die Profimannschaft. Am 22. Dezember 2005 feierte er als vierter Keeper, Leo Franco, Iván Cuéllar & Falcón waren verletzt, bei der 1:2 Niederlage beim CA Osasuna sein Debüt in der Primera División und gleichzeitig seinen bisher einzigen Einsatz in der Eliteliga. Richtig aufmerksam wurde man auf Roberto erst in der Saison, als er sich im B-Team durchsetzte. Durch starke Leistungen zwischen den Pfosten trug er schlussendlich zum Erhalt der Klasse bei. Da jedoch arrivierte Kräfte, wie Leo Franco oder Abbiati vor ihm standen und er seinen Platz in der U21 der Selección nicht verlieren wollte, einigte er sich mit den Verantwortlichen darauf eine Leihe zu vereinbaren. Der Absteiger aus Katalonien schnappte sich den jungen Schlussmann, der sich trotz einiger Blessuren als Stammkeeper durchsetzte.

Nachdem die Spielzeit zu Ende war, machte er in einem Interview publik, dass er nun den nächsten Schritt wagen möchte. Die Hoffnung dies bei seinem Heimatverein zu tun, war jedoch sehr gering, da Atlético darauf zielte einen erfahrenen Torhüter, als Ersatz für Abbiati zu verpflichten. Nachdem nun der Wechsel des Franzosen Coupet feststeht, wurde infolgedessen der Deal mit Recreativo Huelva bekannt gegeben. Vor einigen Wochen absolvierte Roberto bereits den medizinischen Check, war aber gezwungen zu warten, bis die Madrilenen den Franzosen sicher verpflichtet hatten. Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätte sich Roberto als Nummer 2 hinter seinem argentinischen Kollegen bewähren dürfen.

Sein neuer Arbeitgeber nutzte die Möglichkeit aus, dass die Rot-Weißen Interesse an ihrem besten Spieler meldete. Schnell wurde klar, dass die Atlético-Verantwortlichen nicht dazu bereit waren, die Ausstiegsklausel von Sinama-Pongolle zu zahlen. Dadurch, dass die beiden Torhüter der Südspanier (Stefano Sorrentino nach seiner Leihe zurück zum AEK Athen & Mariano Barbosa zu Estdiantes de la Plata) den Klub verließen, wurde die Stelle des Torhüters frei. Mit der Verpflichtung des talentierten Torstehers setzen die Andalusier längerfristig auf einen Spieler, der nun seine Premierensaison in der Primera División feiern wird. Der stetige Qualitätsanstieg von Roberto wurde über die letzten drei Jahre somit mehr als deutlich.

Zwar schätzt man den Nachwuchskeeper am Manzanares sehr, dennoch will man dem groß gewachsenen Spieler für seine Zukunft keine Steine in den Weg legen. Mit Leo Franco und Grégory Coupet haben die Rojiblancos nun ein erfahrenes Duo um die Champions League anzugehen. Des Weiteren ist es der Plan den aktuellen U19-Nationalkeeper David De Gea weiterhin aufzubauen, dass er in den kommenden Jahren soweit ist, um das Tor der ersten Mannschaft zu hüten. Durch diese Politik ist daher kein Platz mehr für Roberto und seine Mitstreiter Iván Cuéllar und Falcón. Alle drei Schlussmänner werden jedoch in ihren neuen Vereinen das uneingeschränkte Vertrauen als Nummer 1 ihres Teams haben.
 

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