| José Antonio Reyes an Benfica Lissabon verliehen |
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| Geschrieben von: Fabian |
| Freitag, den 08. August 2008 um 23:40 Uhr |
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von Fabian Hoch Wie am späten Donnerstagabend von dem portugiesischen Verein Benfica Lissabon auf der offiziellen Website vermeldet wurde, leiht der Klub, der in der kommenden Saison im UEFA-Cup vertreten sein wird, den spanischen Mittelfeldspieler José Antonio Reyes für eine Spielzeit aus. Nach Ablauf der Leihe hat der Rekordmeister aus Portugal die Möglichkeit den 24-Jährigen fest zu verpflichten. In jedem Fall wird der Klub jedoch 25% der Transferrechte an dem andalusischen Fußballer halten, was den Portguesien 2,65 Millionen Euro wert war. Das Gerücht des Wechsels hielt sich ab dem vergangenen Wochenende hartnäckig, doch letzten Endes fehlte ledigliche die Einwilligung des ehemaligen Nationalspielers selbst, der zu Beginn nicht mit den Vertragsmodalitäten einverstanden war. Den freien Tag nutzte er, um in seiner Heimat Sevilla vorbeizuschauen und bereits am heutigen Tag wird der Offensivspieler im Nachbarland des Europameisters erwartet. Somit endet das Kapitel der Nummer 17 der Rojiblancos bereits vorzeitig nach einem Jahr wieder. In seiner einzigen Saison als Rojiblanco gelang ihm kein Torerfolg (ausgenommen im Testspiel gegen Lazio Rom in Amsterdam), was ein klares Indiz für eine schwache Saison des Südspaniers gewesen ist. 26 Ligapartien bestritt er, davon zehn Begegnungen von Beginn an. Auch im UEFA-Cup kam er zum Einsatz, dort jedoch eher spärlich. Sein Debüt gab er ausgerechnet gegen den Erzrivalen den er Monate zuvor noch zum Meistertitel schoss. Gegen Real Madrid wurde 25. August in der 2. Halbzeit eingewechselt. Der Abgang des José Antonio Reyes deutete sich in den letzten Tagen immer mehr ab und das letzte Indiz hierfür, war die Meldeliste für die Champions League Qualifikation. Diese erschein am gestrigen Nachmittag ohne den Namen des Andalusiers. Gemäß einiger Gerüchte wollten die Colchoneros den Akteur vollständig abgeben, doch zumeist waren die interessierten Vereine nicht bereit für die stattliche Ablösesumme aufzukommen. Die Verhandlungen, die zwischen den Vereinen schnell erledigt waren, zogen sich etwas in die Länge, da der unbestritten talentierte, jedoch sehr launische Außenstürmer keine finanziellen Abstriche machen wollte. Nun einigten sich die beiden Parteien, die wohl je die Hälfte des nicht gerade geringen Salärs übernehmen. Bei Benfica Lissabon wird ihm ohne Zweifel eine Schlüsselrolle zukommen, die ihm in Madrid verwehrt blieb. Mit dem Neuzugang aus Madrid hat der Traditionsverein somit den vierten Akteur aus der Primera División verpflichtet. Zuvor sicherte man sich die Dienste von Pablo Aimar (Real Saragossa), Carlos Martins (Recreativo Huelva) und Javier Balboa (Real Madrid). Des Weiteren besteht immer noch reges Interesse an Espanyol-Angreifer Luis García. Im Schatten von Simao und Maxi vermochte er es nicht sich durchzusetzen und fiel immer wieder mit Disziplinlosigkeiten auf (zwei Platzverweise), die ihm das Leben weiter schwer machten. Neben seinen Forderungen nach mehr Einsatzzeit war vor allem der Eklat vor dem Spiel gegen den FC Sevilla bedeutend, als er ein Wortgefecht mit dem mexikanischen Trainer hatte. Für etliche Wochen wurde er daraufhin nicht nominiert und das Verhältnis zwischen Coach und Spieler zerrütte langsam aber sicher. Nur selten knüpfte Reyes über die Runde hinweg an seine Form vor einigen Jahren an, doch dies war den Verantwortlichen zu wenig. In dieser Vorbereitung sah man jedoch einen stark verbesserten Akteur, der sich äußerst engagiert und einsatzwillig zeigte. Dennoch entschieden sich die Atlético-Bosse dazu den nicht leichten Charakter abzugeben. In seiner neuen Heimat wird er unbestritten zu den Stars des Kaders gehören und wird wohl bereits am heutigen Tag im Estadio da Luz präsentiert werden. Auf der linken Seite ist derzeit nur der junge Argentinier Ángel di María im Kader vertreten. Nach dem anfänglichen Querstellens des Spielers, der am Dienstagabend noch im Kader für das Testspiel bei Rayo Vallecano stand, lenkte dieser nun ein, da er es wohl einsah, dass in der spanischen Hauptstadt nicht mehr ausreichend auf ihn gebaut wird. Doch bereits bei der Partie lief er auffällig oft mit seinem Handy herum, da sein Berater sich damals in Vertragsgesprächen befand. Obwohl er bis zuletzt seinen Wunsch beteuerte bei den Rojiblancos bleiben zu wollen, wird dies das beste für beide Seiten sein. Mit diesem Transfer haben die Rot-Weißen wieder etwas mehr Spielraum und Reyes kann sich mit starken Leistungen in einer etwas schwächeren Liga für höhere Aufgaben empfehlen. Dass er es kann bewies er in seinen ersten Jahren als Profifußballer und daran gilt es nun anzuknüpfen, um wieder in positive sportliche Schlagzeilen zu kommen. Die erhofften Leistungen blieben zum Großteil aus, so dass sich die Colchoneros dazu entschlossen ihn abzugeben. Ob dies noch mit weiteren Kickern passiert, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Die zähen Verhandlungen sind nun abgeschlossen, doch das gute Verhältnis mit Benfica Lissabon wird bestehen bleiben. Nach dem Transfer von Simao im vergangenen Sommer haben die Águias ohnehin das Vorkaufsrecht auf zwei Akteure der Hauptstädter, die keine Zukunft mehr am Manzanares haben. Braulio (Real Saragossa), Falcón (Celta Vigo), Roberto (Recreativo Huelva, leihweise), Pichu (Sporting Gijón), Mario Suárez (RCD Mallorca), Jurado (RCD Mallorca, leihweise) und Eller (FC Santos) sind die bisher bekannten Abgänge, so dass Reyes der achte Spieler ist, der den Verein zumindest vorerst verlässt. Die Fälle Maniche und Seitaridis sind hingegen noch nicht geklärt, da sie jedoch für die Aufeinandertreffen gegen Schalke 04 spielberechtigt sind, ist ein Wechsel im Moment nicht akut. Am Freitag wurde José Antonio Reyes nach der Unterzeichnung des Kontraktes offiziell der Presse vorgestellt. Seine ersten Worte als Benfica Spieler durften selbstverständlich auch nicht fehlen: „Das sind die besten Arbeitsbedingungen, die ich in meiner Karriere vorgefunden habe. Ich weiß, dass Benfica, aufgrund allem was ich sehen konnte, der beste Verein in Portugal ist, so dass ich mich sehr glücklich schätzen muss.” Zu der b.win.com Liga gab er anschließend an: „Ich denke nicht, dass sie so schlecht ist. Für mich gehört sie zu den besten in Europa und ich kann sagen, dass Benfica, um die ersten Plätze in Spanien mitspielen würde. Ich möchte Titel gewinnen und mich entwickeln.” Bezüglich seinem neuen Trainer Quique Sánchez Flores konstatierte er: „Ich habe seine Arbeit in Valencia verfolgt einige Kollegen, die unter seinen Fittichen standen, haben gut von seinen Methoden geredet.” An die Fans des Traditionsvereins richtete die neue Nummer 6 ebenso noch einige Worte: „Sie können das beste von mir erwarten.Ich habe Selbstvertrauen und bin mir sicher, dass die Dinge gut laufen werden.” |



