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Zé Castro seit vergangenen Donnerstag Eigentum von Deportivo La Coruña Drucken
Geschrieben von: Fabian Hoch   
Montag, den 06. April 2009 um 17:30 Uhr
José Eduardo Rosa Vale Castro, kurz genannt Zé Castro, ist seit letzter Woche das Eigentum von Deportivo La Coruña, nachdem die Galizier die Kaufoption auf den Innenverteidiger zogen. Die Rojiblancos, die den Portugiesen vor der Saison in den Nordwesten verliehen, bekommen im Zuge dessen eine Ablöse von ca. zwei Millionen € überwiesen. Der Vertrag des 26-Jährigen Defensivspielers läuft im Riazor nun bis zum 30. Juni 2013.

Zé Castro wechselte zur Spielzeit 2006/07 von Academica Coimbra an den Manazanares und absolvierte insgesamt 27 Ligaspiele für die Rot-Weißen, in denen ihm zwei Treffer gelangen, wobei sein alter Kontrakt ursprünglich bis Juni 2011 datiert war. Zusätzlich bestritt er je drei Spiele im Copa del Rey, sowie im UEFA-Cup, wobei er eine weitere Begegnung in der Qualifikation hierzu bestritt. Nachdem er in seinem zweiten Jahr in der Hauptstadt kaum mehr zur ersten Elf gehörte, entschied man sich im Konsens mit dem Klub zu einer leihe inkl. Kaufoption. Der Wechsel hat sich für den ehemaligen Jugendnationalspieler Portugals ausgezahlt, denn bislang absolvierte der Verteidiger 28 Saisonspiele, wovon er alleine 20 in der Primera División bestritt. Nach und nach fand er sich an der Nordwestküste zu Recht und gehört mittlerweile zum unumwundenen Stamm in La Coruña. Eine Verletzung verhinderte sein Debüt in der A-Nationalmannschaft, da ihn Nationaltrainer Carlos Queiroz für die beiden Länderspiele in der letzten Woche nominieren wollte.

Am letzten Donnerstag erzielten der Präsident von Depor, Augusto César Lendorio und der Vorstandsvorsitzende der Colchoneros, Miguel Ángel Gil Marín, die Übereinkunft über den Transfer. Die Frist zur Einlösung der Kaufoption wäre am 30. Mai erloschen, jedoch kam der aktuelle Tabellenachte jener zuvor und verpflichteten den Akteur vorzeitig. Die feste Verpflichtung des Portugiesen ist somit für beide Vereine die erste Personalentscheidung hinsichtlich der kommenden Spielzeit.


Nach der Bekanntgabe der Einigung gab der zufriedene Spieler der spanischen Sporttageszeitung AS ein Interview zu seinem Gemütszustand und seinem Eindruck der neuen Lage.

Glückwunsch, sie sind nun bis mindestens 2013 Spieler von Deportivo...

„Vielen Dank. Ich bin sehr glücklich. Die Dinge sind geklärt und ich muss allen Menschen danken, die Vertrauen in mich gesetzt haben, denn so sehr du an deine Fähigkeiten glaubst, brauchst du Hilfe. Ich bin Depor sehr dankbar, da sie auf mich gesetzt haben und für mich ist es ein Grund enorm stolz zu sein vier Jahre hier zu sein. Ich bin sehr zufrieden.“

Als sie wechselten, haben sie immer gesagt, dass sie gerne nach Madrid zurückkehren würden. Wird dies nun Geschichte sein?

„Ich habe sehr schöne Momente in Madrid erlebt und habe sehr gute Freunde. Es ist eine Etaoppe in meinem Leben, die ich nicht vergessen werde. Doch hier haben mir alle vertraut und ich fühle mich sehr wohl.“

Lotina hat ihnen immer vertraut. Ich nehme an dies ist ein Grund für Zufriedenheit...

„Das ist richtig. Vom ersten Tag an erwartete man etwas gutes von mir und ich versuchte immer das Bestmögliche, um zu erreichen, dass alle zufrieden mit meiner Arbeit sind.“

Nachdem sie nun Deportivo gehören, werden sie sich jetzt noch mehr einbringen, um zu versuchen sich mit der Mannschaft für Europa zu qualifizieren?

„Ich habe immer daran gedacht dem Team zu helfen und die Ziele waren dieselben. Nun habe ich noch einen größeren Grund, aufgrund des neuen Vertrags. Ich hoffe nach und nach so weit wie möglich zu kommen, dass sich die Mannschaft verbessert und wir etwas Großes erreichen können.“

Sehen sie Deportivo als Zwischenschritt hin zu einem großen Verein?

„Ich muss Schritt für Schritt gehen. Depor setzte in einer Phase auf mich, in der ich dies benötigte und hierfür muss ich mich bedanken und dies anerkennen. Ich muss meine Sache immer besser tun, um mein Niveau anzuheben. Die Zukunft wird man sehen.“

Denken sie, dass sie in La Coruña dies demonstriert haben, was sie in Madrid nicht zuließen?


„Ja. Man hat oft über mich gesprochen und ich habe meine Schwachstellen zugegeben. Manchmal war ich gut in Form und andere Male schlecht. Ich denke ich hätte es besser machen können, aber ich musste mir selbst Dinge beweisen, mehr als den anderen. Ich hoffe mich zu verbessern und noch viel mehr gute Dinge in Spanien zu tun.“

Gehen sie den Ligaendspurt mit mehr Ruhe an?

„Ich hatte einen Kontrakt mit Atlético, doch dies ist nun ein wahrer Vertrag. Er verleiht mir Ruhe und dies ist wichtig, um glücklicher zu trainieren. Bis zum Ende des Mais gab es eine Frist der Kaufoption und Deportivo entschied sich dazu diese zu ziehen.“

Nun geht es darum um Europa zu kämpfen. Deportivo könnte Atlético verdrängen...

„Es sind Atlético, Málaga, Valencia...Bis zum Ende kann man nichts sagen. Ich denke es wird sich alles am Ende entscheiden und man wird sowohl im Kampf um Europa, wie um den Klassenerhalt von Spiel zu Spiel blicken müssen. Wenn noch drei oder vier Begegnungen ausstehen, wird man etwas mehr wissen. Atlético hat eine großartige Mannschaft und Spieler wie Valencia, die den Unterschied ausmachen; Málaga spielt eine gute Saison. Wir müssen Schritt für Schritt gehen und dafür kämpfen um alle Spiele zu gewinnen, doch wir wissen, dass wir bis zum Ende Punkte liegen lassen werden. Ich hoffe, dass es Depor sein wird, die mehr einfahren.“
 

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