| Atlético löst den Vertrag mit Seitaridis vorzeitig |
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| Geschrieben von: Fabian Hoch |
| Donnerstag, den 14. Mai 2009 um 19:58 Uhr |
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Was Trainer Abel Resino in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Espanyol Barcelona bereits andeutete, wurde am gestrigen Mittag Gewissheit. Wie im Fall Maniche zog der Verein die Notbremse und beendete das Vertragsverhältnis mit dem Griechen Giorgios Seitaridis vorzeitig. Seit dem vergangenen Dienstag verhandelten die beiden Parteien bezüglich dieser Lösung, wobei die Einigung nicht lange auf sich warten ließ. Somit wurde der Vertrag, der ursprünglich bis zum 30. Juni 2010 galt, aufgelöst, so dass der Spieler nun seine weitere Zukunft frei entscheiden darf. In einem Statement auf der offiziellen Website des Vereins heißt es, dass die Einigung für beide Seiten zufriedenstellend von Statten ging, man dem Akteur für die weitere Karriere viel Glück wünsche und ihm für seine Dienste für den Klub danke. Es ist fest davon auszugehen, dass der Nationalspieler nun in sein Heimatland zurückkehrt, wo ihm ein Angebot seines ehemaligen Vereins Panathinaikos Athen vorliegen soll. In jüngster Zeit soll er in Hellas auch mit dem Präsident von Olympiakos Piräus abgelichtet worden sein, so dass vieles auf einen Wechsel in seine Heimat hindeutet. Nachdem Seitaridis im Gegensatz zu seinem ehemaligen portugiesischen Mitspieler seine zehntägige Suspendierung vollends absaß, bat er den Verein noch einige weitere Tage nicht zurückkehren zu müssen. Diesem Anliegen wurde ohne zu zögern entsprochen, da der Coach ohnehin nicht mehr auf ihn baute, so dass er, obwohl er letzten Freitag wieder hätte trainieren müssen, noch bis gestern freigestellt wurde. Aufgrund der verfahrenen Situation, die es dem Griechen nicht mehr erlaubte in das Team zurückzukommen, trafen sich Jesús García Pitarch und der Spieler am Dienstagabend im Büro des Sportdirektors. Insgesamt standen dem Abwehrspieler noch 1,7 Millionen € Gehalt inkl. Prämien zu, jedoch offerierte ihm Atlético Madrid lediglich 700.000 €, womit er keinesfalls einverstanden war. Ohne Einigung trennten sich die beiden Parteien, so dass die Verhandlungen anschließend telefonisch über den Spielerberater Jorge Mendes fortgesetzt wurden. Ein letztes Mal absolvierte der Europameister von 2004 am Dienstagabend somit eine alleinige Einheit im Cerro del Espino, nachdem er während seiner suspendierten Zeit dies bereits in Griechenland tat. Schlussendlich kam man überein, dass Seitaridis 1,2 Millionen € überwiesen bekommt und auf die Auszahlung des ausstehenden Gehalts der kommenden Saison verzichtet. Knapp drei Jahre stand Giorgios Seitaridis somit bei den Rojiblancos unter Vertrag, wobei er mit der Hoffnung an den Manzanares wechselte die vakante Position des inkonstanten Juan Velasco zu übernehmen. Jedoch stellte sich schnell heraus, dass er nicht mehr die Form von der Europameisterschaft 2004 erreichen würde, in der er einen großen Anteil am Titelgewinn hatte und für internationales Aufsehen sorgte. Im Paket mit Costinha unterschrieb der Grieche im Juni 2006 einen langfristigen Vertrag bei Atlético Madrid, was Dynamo Moskau ungefähr sechs Millionen € eingebracht haben dürfte. In seiner ersten Saison war er fester Stammspieler und konnte gelegentlich mit seinen Offensivaktionen überzeugen, was jedoch von Monat zu Monat abnahm. Operationen an beiden Achillessehnen im Herbst 2007 sorgten für eine lange Pause und als anschließend publik wurde, dass er nach seinem Aufbautraining die anstehende Europameisterschaft nicht gefährden wolle, zogen dunkle Wolken über ihm auf. Fehlendes Engagement wurde ihm nicht selten vorgeworfen, was hauptsächlich in dieser Saison auch den Unmut der Fans auf sich zog. Defensiv strahlte er nur selten Sicherheit aus und auch sein Beitrag für die Offensive ließ zu wünschen übrig. Es wird sogar gemunkelt, dass er sich im Januar unter Vorbehalt einer Verletzung in der Halbzeit gegen Athletic Bilbao auswechseln ließ, um den ständigen Pfiffen bezüglich seiner Person aus dem Weg zu gehen. Das Verhältnis Atlético Madrid - Giorgios Seitaridis war nie auf Rosen gebettet, was man in der Nachbetrachtung nun ohne Befangen zugeben kann. Zwar fiel der Rechtsverteidiger nicht wegen Disziplinlosigkeiten auf, jedoch monierte er seine mangelnde Einsatzzeiten. Sein letztes Engagement im rot-weißen Dress hatte er am 29. Spieltag bei der 2:4 Niederlage im Heimspiel gegen CA Osasuna, wo er in der Halbzeit eingewechselt wurde und einmal mehr neben sich stand. Anschließend berücksichtigte ihn Trainer Resino nicht mehr, woraufhin der Hellene mit dem Fernbleiben in den Heimspielen gegen CD Numancia und Sporting Gijón antwortete. Die Folge ist bekannt: eine zehntägige Suspendierung inkl. 50.000 € Geldstrafe. Insgesamt lief der etwas unscheinbare Fußballer in 59 Ligaspielen für die Colchoneros auf, wobei ihm kein Treffer gelang, jedoch zweimal frühzeitig des Feldes verwiesen wurde. In der diesjährigen Ausgabe der Champions League kam er auf vier Einsätze. In der Spielzeit zuvor absolvierte er ebenso vier Partien auf dem Weg in den UEFA-Cup, wobei ihm sein einziger Pflichtspieltreffer im Hinspiel des UI-Cup im rumänischen Bistrita gelang, welcher sich als sehr wichtig herausstellte sollte. Zu diesen Begegnungen gesellen sich abschließend noch fünf Partien im Copa del Rey hinzu. |



