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Rubén Ramos wechselt zum Erzrivalen Drucken
Geschrieben von: Fabian Hoch   
Freitag, den 03. Juli 2009 um 18:58 Uhr
Wie die spanische Sporttageszeitung AS in ihrer heutigen Ausgabe mitteilte, wechselt Angreifer Rubén Ramos, der in den letzten beiden Spielzeiten für die Reserve gegen das Leder trat zum ewigen Rivalen Real Madrid und wird dort ebenfalls in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen. Somit ließen die Rojiblancos die Option auf den 20-Jährigen verstreichen, die bei einer Vertragsverlängerung beinhaltet hätte, dass der Offensivspieler in den Profikader aufrückt. Somit lassen sie ihn jedoch ablösefrei ziehen und nicht wenige sind bezüglich diesem Umstand nicht gerade angetan.

Diese Option verstrich am 15. Juni und wie die Presse vor einem Monat berichtete, bat ihn der Klub noch abzuwarten, da die Zusammensetzung der ersten Mannschaft noch nicht geklärt war. Nun ist es aber soweit gewesen und Real Madrid Castilla schlug zu und verpflichtete den besten Torschützen des Erzrivalen aus der vergangenen Spielzeit (neun Tore). Ramón Martínez, der neue Verantwortliche für den Nachwuchs der Blancos, erhielt somit einen seiner Wunschspieler, den er schon lange Zeit verfolgt hatte. In Anbetracht dessen, dass nicht davon auszugehen ist, dass die Angreifer Alberto Bueno und Adam Szalai (auch deutsche Bundesligisten hegen Interesse) in der dritten Liga zu halten sind, wurde nun der langjährige Rojiblanco verpflichtet.

Rubén Ramos, der nie im Profiteam der Rot-Weißen debütierte, gehörte mit 14 Jahren im Klub zu einem der Spieler, die am längsten die Treue hielten, was nun jedoch ein Ende fand. Einer der Führungsspieler von Atlético B verlässt das Boot und dürfte eine große Lücke hinterlassen. Im vergangenen Sommer war er u.a. bei der Tour durch Mexiko dabei und absolvierte somit einen Teil der Vorbereitung mit der ersten Mannschaft. Der ehemalige Juniorennationalspieler (U17), der vor ca. zwei Jahren auch Offerten von den englischen Topklubs Chelsea London und Arsenal London hatte, entschied sich dazu den Sprung zu wagen, wobei seine Chancen im Norden Madrids auf Profifußball nicht höher sein dürften.

Zwar beklagte er sich nicht öffentlich über das fehlende Vertrauen in seine Qualitäten, jedoch ist es kein Geheimnis, dass es ihm missfiel, dass er regelmäßig übergangen und nun auch die Option seitens der Colchoneros nicht gezogen wurde. Dies hätte wohl wiederum eine Spielzeit in Liga 3 bedeutet, wobei er in seinem Alter den Sprung nach oben auf andere Weise versucht und einen Tapetenwechsel vollzieht. Sein neuer Klub stach u.a. den FC Barcelona und den FC Villarreal aus, die ihn für ihre jeweiligen Zweitvertretungen verpflichten wollten. Im Falle der Submarinos hätte dies Fußball in der Segunda División bedeutet, jedoch entschied er sich zu dem Verbleib in seiner Heimatstadt.

In seiner Jugendzeit gehörte er zu den Akteuren mit dem höchsten Potenzial, was er in seinen beiden Jahren in der Drittklassigkeit phasenweise unter Beweis stellen konnte. Jedoch stellte sich schnell heraus, dass der Vergleich mit Fernando Torres völlig überzogen war. Neben dem Abgang des einstigen Torjägers wird es noch weitere große Veränderungen im Kader geben. So sind die geplanten Verluste von Aitor Núñez (im Gespräch bei Gimnàstic Tarragona), Fernando de Abreu, Aitor Monroy, Didí, Juanje und Emilio Guerra zu ersetzen. Im Gegenzug werden aber auch etliche Akteure aus dem Nachwuchs aufrücken, wobei die bekannten Namen derzeit Jorge Pulido, Joel Robles, Adrián Jiménez, Antonio Campillo, Borja González, Germán Pacheco und Sergio Marcos sind.
 

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