| Sergio Asenjo wechselt an den Manzanares |
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| Geschrieben von: Fabian Hoch |
| Mittwoch, den 08. Juli 2009 um 23:45 Uhr |
Nach monatelangen Verhandlungen mit Real Valladolid vermeldeten sowohl die Rojiblancos, wie auch die Blanquivioletas am gestrigen Abend die Einigung in Sachen Sergio Asenjo, der für die kommenden vier Spielzeiten zwischen den Pfosten von Atlético Madrid stehen wird. Lediglich der routinemäßige medizinische Check und die Unterschrift unter den neuen Kontrakt stehen noch aus, bevor der 20-Jährige am kommenden Montag um 13 Uhr offiziell als neuer Torhüter der Rot-Weißen vorgestellt wird. Im Gegenzug wandern 5,5 Millionen € sowie Stürmer Diego Costa nach Pucela, wobei die letzten Details hinsichtlich dessen weiterhin nicht wirklich klar erscheinen. Klar war jedoch, dass der Champions League Teilnehmer nicht die zum 1.7. in Kraft tretende Ausstiegsklausel von ca. acht Millionen € zahlen würde, um das gute Verhältnis zum abgebenden Klub zu verschlechtern.Vermeldet die Website der Madrilenen, dass der junge Brasilianer für eine Spielzeit zu Real Valladolid wechselt, erscheint auf der Homepage des Tabellensechzehnten der Vorsaison die Information, dass der Südamerikaner transferiert wurde. Gemäß dessen werden sich Spieler und Präsident Carlos Suárez zeitnah zusammensetzen um die Details und die Laufzeit des Kontrakts zu besprechen. Zudem war in der Presse zu lesen, dass Atlético den Akteur für eine geschätzte Ablöse von einer Millionen € wieder in die Hauptstadt holen könnte, während die Personalie Ignacio Camacho ebenso eine Rolle spielt. Laut dem Präsident der Blanquivioletas habe der Klub zudem das Recht auf zwei weitere Spieler bis zum 31. August, wobei einer zur Leihe kommen und der andere Akteur Eigentum darstellen würde. Auf die Namen Camacho und De Gea wollte er diesbezüglich nicht näher eingehen, schloss diese aber nicht aus. Würde jedoch kein Spieler fest nach Pucela wechseln, müssten die Rojiblancos eine weitere Million € berappen. Im anderen Fall wäre, wie bei Diego Costa, eine Rückkaufoption über eine Million € im Vertrag verankert. Werden diese nicht gezogen, müsste derselbe Wert nach Valladolid überwiesen werden. Anhand von Zielen könnte der Transfer des jungen Torhüters zudem auf eine Gesamtablöse von 7,5 Millionen € steigen. Doch abgesehen von den genauen Transfermodalitäten gilt es ein genaueres Auge auf die dritte Neuverpflichtung der Rojiblancos zu werfen. Der aktuelle U21-Nationaltorwart der spanischen Selección, der bei der Europameisterschaft im vergangenen Monat noch der beste Akteur seines Landes war, wird zum Nachfolger des langjährigen Keepers Leo Franco und besetzt die vakante Position zwischen den Pfosten. Nachdem Abgang des beliebten Argentiniers und dessen Stellvertreter Grégory Coupet standen die Madrilenen ohne Torhüter da, jedoch sollte das Vakuum mit Sergio Asenjo gefüllt sein. Mit der schweren Bürde bei einem der größten spanischen Vereine gleich in die Rolle des Stammtorhüters zu schlüpfen, stellt sich der umworbene Schlussmann bereits in jungen Jahren einer großen Herausforderung. Nie war ein so junger Torhüter an den Manzanares gewechselt, um unangefochten das Amt des ersten Torwarts zu bekleiden, jedoch sprechen etliche Gründe für eine erfolgreiche Zukunft in rot-weiß. Bereits mit 18 Jahren wurde Sergio Asenjo im Spätjahr 2007 zum Stammtorwart von Real Valladolid und glänzte mit fantastischen Vorstellungen. Drei Jahre zuvor wechselte er von seinem Heimatverein in den Nachwuchs von Pucela und glänzte durch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Am 12. Dezember 2007 feierte beim 1:0 Sieg über den FC Villarreal sein Debüt in der Primera División, eine Saison zuvor war er bereits im Pokal aktiv, und gab seinen Platz nicht mehr her, so dass er die inkonstanten Leistungen seiner Konkurrenten schamlos ausnutzte. Doch nicht nur in der heimischen Liga bewies er seine Sicherheit, seine glänzenden Reflexe und seine Persönlichkeit, denn alsbald wurden die Nationaltrainer auf ihn aufmerksam. Gewann er 2006 mit der U17 in Luxemburg noch die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft in Luxemburg, so hatte er seinen Moment bereits ein Jahr später. Eingewechselt im Halbfinale der U19-Europameisterschaft in Österreich, brachte er seine Farben im Elfmeterschießen in das Endspiel, welches gewonnen wurde. Es dürfte nicht mehr lange dauern bis Sergio, dessen Freundin in Madrid lebt, zum ersten Mal für die Mannschaft von Vicente del Bosque nominiert wird. Vor einem Monat wurde der 1,82 m große und 75 kg schwere Torhüter zudem bei dem anerkannten 'Futbol Draft' in die Goldene Elf gewählt, was sein unlimitiertes Talent unterstreicht. Sergio selbst, der sich noch bis Samstag im Urlaub auf der Dominikanischen Republik befindet, drängte die letzten Wochen sehr darauf, dass die Vereine zu einer Einigung finden, da es sein ausgesprochener Wunsch war in die Hauptstadt zu wechseln und er dies als eine Chance betrachtete, die er nicht entkommen lassen durfte. Trotz besser dotierter Angebote blieb er seinem Wort treu, dass er Atlético Madrid schon vor Monaten gegeben hat und ließ sich von keinem anderen Klub von seinem Ziel abbringen. Zuletzt war er u.a. mit dem AC Florenz und dem FC Barcelona in Verbindung gebracht worden. Die damals noch nicht gelöste Vertragssituation mit Victor Valdés ließ die Katalanen an den Keeper aus Palencia denken, der jedoch jedem Flirt entging und über seinen Berater wissen ließ, dass er sich entschieden habe. Voraussetzung für seinen Transfer war nicht unbedingt das Geld, sondern viel mehr die Aussicht die uneingeschränkte Nummer 1 zu sein und seinen Traum von der Champions League zu erfüllen. Aufmerksam wurden die Verantwortlichen der Colchoneros am 2. Spieltag der vergangenen Spielzeit als der damals gerade 19-Jährige mit einem großartigen Spiel für den 2:1 Sieg seines Teams sorgte. Dennoch warf ihn im Herbst eine Meniskusverletzung zurück, die ihn zu einer Zwangspause von vier Monaten verdonnerte. Nach seiner Rückkehr hatte er seinen Platz jedoch schnell wieder inne, so dass der Schlussmann, der durch seine sehr ausgereifte Physis in seinem Alter besticht und u.a. am letzten Spieltag bei Betis Sevilla den rettenden Zähler zum Klassenerhalt in mehreren Situationen festhielt. Ein Gegentreffer hätte den Abstieg seines Klubs bedeutet. Hierbei kam seine ruhige Ausstrahlung wieder zu Gute, die ihn neben seiner Schnelligkeit auszeichnet und in seinem neuen Klub durchaus wichtig sein dürfte. Denn mit seinem Wechsel an dem Manzanares schloss er sich einem der schwächsten Defensivteams der abgelaufenen Runde an. Nervosität kennt der körperlich robuste Sergio nicht. Des Weiteren hat er mit seinem neuen Trainer einen optimalen Mentor, der das Geschäft zwischen den Gestängen nur zu gut kennt. Insgesamt absolvierte er 47 Liga- , sowie ein Pokalspiel für die Blanquivioletas. Mit der Verpflichtung eines der großen Torhütertalente hat Atlético Madrid diesbezüglich somit für einige Jahre ausgesorgt. Unklar ist hingegen noch wer sein Konkurrent im Verein sein wird, wobei vieles auf Roberto hindeutet, der noch bei Recreativo Huelva unter Vertrag steht. Jedoch plant es der Klub die Rückkaufoption des ehemaligen Nachwuchsspielers zu ziehen und den 23-Jährigen somit zur zweiten Wahl zu machen. Findet auch dieser Transfer statt, dürfte die unmittelbare Zukunft des Eigengewächses David de Gea vorerst abseits von Madrid liegen. Sichtlich vor den Kopf gestoßen, nahm der 18-Jährige die Entscheidung bezüglich Asenjo auf, öffentlich vermelden ließ er aber, dass er um seinen Platz im ersten Team kämpfen möchte. Sowohl Spieler, wie auch Verein sind sich darüber einig, dass ein weiteres Jahr in der Reserve seine Entwicklung nicht im richtigen Maße vorantreiben würde, so dass eine Leihe nicht ausgeschlossen scheint. Dabei ist sogar von einem Deal mit Real Valladolid die Rede, die den U19-Nationaltorhüter für eine Spielzeit ausleihen und nach Numancia schicken würden, um Javier Barkero in einem Tauschgeschäft zu erlangen. Ohnehin fielen über die letzten Wochen viele Namen, die in den Transfer des aufsteigenden Spielers mit eingebaut werden sollten. Zahlreiche Varianten erschienen fast täglich in der Presse und sorgten für Kontroversen. Jedoch ließ Präsident Carlos Suárez in den zahlreichen Sitzungen nicht mit sich spaßen und wollte das bestmögliche Geschäft herausschlagen, was dazu führte, dass bis zu sechs verschiedene Namen angeboten wurden. Bis zuletzt waren die jungen Leandro Cabrera, Álvaro Domínguez und Ignacio Camacho am stärksten in der Verlosung, wobei die Einigung bezüglich Diego Costa schnell gefallen ist. Neben dem Austausch der Akteure soll zudem ein Freundschaftsspiel vereinbart worden sein, sowie die Klausel, dass der Klub aus Pucela 20% an einem Weiterverkauf verdient. Ratschläge bekam Sergio von seinem ehemaligen Teamkollegen José Antonio García Calvo, der jahrelang in Madrid aktiv war und ihn abseits des Spielfelds als schüchtern und auf dem Rasen als selbstbewusst kategorisiert. Sein ex-Trainer aus der Reserve, Alfredo Merino, ein halbes Jahr auch Coach von Atlético B sieht in ihm einen agilen, mutigen und sicheren Schlussmann, der leutselig und demütig ist. Weitere interessante Informationen zu dem kommenden Star am spanischen Fußballhimmel, sind u.a. die Tatsachen, dass er es als Kind von seinen Eltern verboten bekam zwischen den Pfosten zu stehen und dies heimlich tat. Zuletzt hatte er in Valladolid nur noch eingeschränkt Zutritt zum Fitnessraum, da die Muskulatur für sein Alter bereits sehr ausgereift ist. In seiner Zeit in der Reserve ließ er die Abstöße einige Male von Mitspielern ausführen, da die Bälle über die gegnerische Grundlinie flogen. Alles in allem dürfte Atlético Madrid einen der kommenden Topspieler des Landes verpflichtet haben, der bereits über ausreichend Erfahrung auf hohem Niveau verfügt und nun mit 20 Jahren den nächsten Sprung in seiner Karriere wagt. Den umgekehrten Weg nimmt also Diego Costa ein, der nach zwei Jahren in der Segunda División nun den Sprung in die Erstklassigkeit geschafft hat. Mit dem Wissen eines der besten Sturmduos der Welt vor sich zu haben, fand er sich bereits damit ab auch sein drittes Vertragsjahr bei Atlético Madrid an einem anderen Ort zu verbringen. Der im Sommer 2007 von Sporting Braga verpflichtete Stürmer, der damals einen Vertrag bis Juni 2011 unterzeichnete, wurde infolgedessen an die Zweitligisten Celta Vigo und Albacete Balompié ausgeliehen. Merkte man ihm in Galizien noch seine Unerfahrenheit und seine Naivität an legte sich dies in seiner zweiten Saison in Spanien, wo er sich zu einer festen Größe und dem wichtigsten Offensivspieler seines Teams entwickelte. 35 Spiele und neun Tore standen zum Ende der Spielzeit zu Buche, was eine gute Quote in einem Team war, in dem er im Angriff praktisch den Alleinunterhalter gab und viel Verantwortung auf seinen Schultern lastete. Nun bekommt der 20-Jährige die Chance sich im Oberhaus zu beweisen und betrachtet diesen Wechsel als die Chance seiner Karriere. In einem Interview, das im vergangenen Monat erschien, erklärte er seinen Wunsch zeitnah über seine Zukunft Bescheid zu wissen, da er immer wieder die fehlende Vorbereitung in den beiden Vorjahren beklagte. Ohnehin zeigte er sich dahin gehend entschieden, dass ihm Einsatzzeit wichtiger sei, als im Kader bei Atlético Madrid zu stehen. Der Makel keinen europäischen Pass zu besitzen, war mit Sicherheit auch ein Grund warum er bislang keine Saison für die Madrilenen absolvierte, die ihn als Option für den Angriff unter Vertrag nahmen. Interesse bestand neben Real Valladolid zudem vom FC Málaga, die jedoch nicht ernsthaft Verhandlungen eingestiegen waren. In Pucela ist nach den Abgängen von Henok Goitom (Leihe beendet; zurück zu Real Murcia) und Víctor (Ziel unbekannt) die Offensive unterbesetzt, so dass der Brasilianer umgehend Abhilfe leisten soll. Ohnehin hätte die Abteilung Attacke Verstärkung benötigt, da in der letzten Saison lediglich 46 Treffer erzielt wurden. Auf der offiziellen Website des Klubs ist zu vernehmen: 'Diego Costa ist ein kräftiger, talentierter und abschlussstarker Angreifer, dessen Qualität außergewöhnlich ist und mit Sicherheit wird er an der Hand des Trainers von Real Valladolid, José Luis Mendilíbar, wachsen.' Der neue Trainer des FC Cartagena Juan Ignacio Martínez und sein letztjähriger Coach in Albacete sagte zu dem Transfer: „Ich hoffe mich nicht zu irren, aber ich finde es einen großartigen Transfer für Valladolid. In Albacete hat er eine fantastische Leistung gebracht. es handelt sich um einen physisch starken Spieler, der mit Räumen und im Eins gegen Eins tödlich ist. Er hat viele Qualitäten um in der Elite dabei zu sein, er zählt auf eine sehr große Vene von Konkurrenzfähigkeit, die er in den Spielen etwas kontrollieren muss, auch wenn er sich in diesem Jahr angestrengt hat und in diesem Bereich einen Schritt nach vorne gemacht hat. Er ist geschickt, sehr stark und hat einen beidfüßigen guten Schuss. Sobald die Mannschaft nicht das Leder besitzt, zieht er sich zurück und wird eine Lösung finden, da er die Räume nutzt. Ich bin mir sicher, dass die Fans von Valladolid einen großartigen Spieler genießen werden.“ Interviews mit Sergio Asenjo auf atleticomadrid.de Hoffentlich höre ich bald die Champions League Hymne Die Champions League im Calderón zu spielen ist ein Traum |


Nach monatelangen Verhandlungen mit Real Valladolid vermeldeten sowohl die Rojiblancos, wie auch die Blanquivioletas am gestrigen Abend die Einigung in Sachen Sergio Asenjo, der für die kommenden vier Spielzeiten zwischen den Pfosten von Atlético Madrid stehen wird. Lediglich der routinemäßige medizinische Check und die Unterschrift unter den neuen Kontrakt stehen noch aus, bevor der 20-Jährige am kommenden Montag um 13 Uhr offiziell als neuer Torhüter der Rot-Weißen vorgestellt wird. Im Gegenzug wandern 5,5 Millionen € sowie Stürmer Diego Costa nach Pucela, wobei die letzten Details hinsichtlich dessen weiterhin nicht wirklich klar erscheinen. Klar war jedoch, dass der Champions League Teilnehmer nicht die zum 1.7. in Kraft tretende Ausstiegsklausel von ca. acht Millionen € zahlen würde, um das gute Verhältnis zum abgebenden Klub zu verschlechtern.
