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Luis García für zwei Jahre zu Racing Santander Drucken
Geschrieben von: Fabian Hoch   
Freitag, den 14. August 2009 um 23:05 Uhr
Wie Racing Santander gestern offiziell auf ihrer Website vermeldete, haben die Kantabrier für die kommenden beiden Spielzeiten den vertragslosen Luis García verpflichtet. Daher wechselt der 31-Jährige ablösefrei zu dem nordspanischen Verein, nachdem Atlético Madrid und der Spieler sich auf eine Vertragsauflösung einigten. Diese fand bereits vor dem Start in die Vorbereitung statt, so dass der offensive Spieler knapp einen Monat ohne Klub war. Somit erhöht sich die Liste der Abgänge der Rojiblancos auf über ein halbes Dutzend und das Team verliert einen Fußballer mit einem durchaus gehobenen Gehalt.

In Santander wird der ehemalige Nationalspieler, der u.a. 2004 die Champions League mit dem FC Liverpool gewann, versuchen seine Karriere wieder in Fahrt zu bringen. Durch die Abgänge von Nikola Zigic und Jonathan Pereira musste der letztjährige Tabellenzwölfte in diesem Mannschaftsbereich noch einmal tätig werden, wobei Präsident Fransisco Pernía bei der Vorstellung des neuen Racinguistas anmerkte, dass Luis García keinem Spieler im Kader den Platz wegnehmen würde. Durch diese Verpflichtung wollen sich die Kantabrier nach der letzten eher durchwachsenen Saison wieder festigen, wobei es zudem auch die Abgänge von Ezequiel Garay oder auch Iván Marcano zu verarbeiten gilt.

Bei seiner zweiten Etappe bei den Rojiblancos lief es für den ehemaligen Liebling der Fans zu keiner Zeit wirklich blendend. Mit der schweren Bürde die Leistungen der Spielzeit 2002/03 zu wiederholen, als er vom FC Barcelona ausgeliehen wurde, kehrte er im Sommer 2007 mit vielen Vorschusslorbeeren gemeinsam im Deal mit Fernando Torres zurück an den Manzanares. Doch bereits früh merkte man, dass ihn der Kreuzbandriss in dem Frühjahr einen anderen Spieler werden ließ. Zwar kam er auf 30 Ligaeinsätze, jedoch sprachen lediglich zwei Tore und zumeist Einwechslungen eine klare Sprache. In der letzten Runde kam er sogar nur noch auf 19 Spiele in der Primera División - ohne Treffer und nur fünf Partien vom Anpfiff weg. Des Weiteren stehen noch neun Pokalspiele und 16 Begegnungen (fünf Erfolge) auf dem internationalen Parkett zu Buche.

Mit seiner jedoch teilweise schwachen Leistungen wurde er jedoch vermehrt zu einem Objekt der Fans, die den ehemals geliebten Spieler zu einem Ziel von Kritik machten. Fehlendes Selbstbewusstsein in den wenigen Partien in denen er eine Chance bekam, prägten den früheren Offensivstar der europäischen Topklubs in der vorangegangen Runde. So ist es auch nicht überraschend, dass er sein letztes Tor vor ziemlich genau einem Jahr in der Champions League Qualifikation gegen Schalke 04 erzielte. Seine letzten Auftritt in rot-weiß gab er am letzten Spieltag beim 3:0 Sieg über UD Almería, doch bereits dort war bereits klar, dass es Luis García schwer haben würde ein drittes Jahr im Estadio Vicente Calderón zu erleben.

So kamen bereits im Juni Gerüchte auf, die den sympathischen Katalanen mit einer Rückkehr nach England in Verbindung brachten. Vermehrt tauchte das Interesse von West Bromwich Albion, den Blackburn Rovers oder auch des FC Fulham in den verschiedenen Tageszeitungen auf. Doch schlussendlich scheiterten die Verhandlungen an dem hohen Gehalt des 31-Jährigen, das niemand übernehmen wollte. Nicht einmal die russischen Topklubs Zenit St.Petersburg und Dynamo Moskau, die ebenfalls anklopften, sahen sich dazu bereit dieses zu übernehmen. So kam es, dass Luis García mit dem Saisonstart in seine Heimat Badalona zurückkehrte und sich selbst fit hielt, da ihn Atlético Madrid aussortierte.

Am vergangenen Montag wurde dann bekannt, dass Racing Santander eine Einigung mit Luis García erzielt habe, wobei nur noch der medizinische Check ausstand. Diesen überstand er ohne Probleme, so dass er gestern offiziell der Öffentlichkeit, vor 300 Fans, präsentiert wurde. Es ist anzunehmen, dass der 18-malige Nationalspieler auf etliches an Gehalt verzichtet, um weiterhin in seinem Heimatland gegen das runde Leder treten zu können. Sein neuer Präsident gab begeistert zu verstehen, dass diese Verpflichtung ein Geschenk für den Verein sei und die Hoffnung darauf bestehe, dass er an seine alten Zeiten anknüpfen könne.

Der Spieler selbst versicherte, dass er mit einer riesigen Motivation zu Racing komme, nachdem er aufgrund von verschiedenen Umständen über zwei Jahre kaum Einsatzzeit erhielt. Zudem gab er an: „Als ich von dem Interesse von Racing erfuhr, sprach ich mit dem Trainer Juan Carlos Mandiá und er musste wenig von seinen Plänen darlegen, um mich zu überzeugen, dass dies eine sehr interessante Option war. Mein Ziel ist es beizutragen, auf der Höhe der Erwartungen zu sein, die mit meiner Ankunft bei Racing entstanden sind und in es in diesem Team genießen.“ Aufgrund seiner Charakteristiken gab er des Weiteren zu, dass er etliche Positionen einnehmen könne. „Das System von Mandiá kommt mir ziemlich zu gute und ich denke ich kann dort zu seiner Zufriedenheit arbeiten, wo er mich benötigt.“
 

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