| Präsident Enrique Cerezo verliert die Fassung im spanischen Radio und beleidigt Reporter |
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| Geschrieben von: Susanne Offermann |
| Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 14:32 Uhr |
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Am gestrigen Abend nach dem Pokalaus gegen Albacete stand Präsident Enrique Cerezo dem spanischen Radiosender Onda Cero kurz nach Mitternacht in einer Ausgabe der Sendung "Al primer toque" zu einem Interview zu Verfügung. Eigentlich nichts besonders ungewöhnliches, aber dies änderte sich relativ schnell. Der Präsident zeigte sich hierbei nämlich nicht von seiner besten Seite. Der Reporter Alfonso Azuela nahm die zahlreichen und lautstark zu vernehmenden Rufe nach einer Absetzung des Vorstands und einem Wechsel der Besitzer zum Anlass, um einmal beim Präsidenten höchst persönlich nachzufragen, in wie weit der Protest der Fans und die Forderung nach dem Rücktritt von Cerezo und Miguel Angel Gil Marins, denn beim Vorstand ankommen. Das schien der Präsident aber nicht gut aufzunehmen. Azuara: "Herr Cerezo, warum denken Sie nicht im Mindesten daran, dass das Problem Gil und Sie sind und Sie gehen?" Da der Präsident nicht antwortete, wurde zunächst einmal nachgefragt ob er die Frage nicht verstanden habe. Doch dann polterte Cerezo los: Cerezo: Sagen Sie Alfono Azuara einmal, warum er den Sender nicht verlässt, weil es mir nicht gefällt ihn zu hören. Ich höre oft Onda Cero und es gefällt mir nicht ihm zuzuhören. Azuara: "Ich habe niemals gesagt "Cerezo ich will deinen Kopf", da Sie wie jeder Andere, auch nur einen haben und den schon einige Fans fordern. Cerezo: "Dann sag doch was Du willst. Ich habe kein Problem. Du weißt nicht, dass Hörer von Onda Cero den Sender ausmachen, um dir nicht zuhören zu müssen! Und weißt Du was ich dir auch gerne sagen will? Du bist ein schlechter Profi und ein genauso schlechter Mensch! Fachlich kommst Du an niemanden ran! Noch nicht mal an die Höhe von deren Schuhen und deswegen bist Du dort wo Du jetzt bist."
Azuara: "Okay. Ich wollte hier niemanden disqualifizieren, aber wenn ich mit einer Person spreche, dann bin ich sogar in der Lage mit jemandem zu sprechen, der von der Justiz verurteilt wurde, wie Sie. Cerezo: Du bist ein unverschämter Bengel! Azuara: "Und Sie sind der Justiz zufolge ein Verbrecher.
Cerezo: Was für Leute arbeiten denn bei Ihnen? Azuara: Sie haben sich selbst disqualifiziert. Es gibt Leute die sehr arm sind und nur eins haben, Geld."
Cerezo: "Gut, aber sagen Sie diesem Lump, dass er nach Hause gehen möge."
Cerezo: Sie sind ein Piratenradio! Azuara: "Es gibt Menschen, die ein einen Millimeter über dem Affen stehen aber keinen Zentimeter unterhalb des Schweins! Pio Baroja." (Anm. d. Red.: spanischer Dichter) Cerezo: "Du bist ein absoluter Ignorant! Azuara: "Sie sollten einmal Pio Baroja lesen" Erneut versuchte der Kollege (inzwischen verzweifelt) die Herren zum Aufhören zu bewegen. Cerezo: Verpiss Dich von dort! Schmeißt Ihn raus, damit Ihr Hörer gewinnt!" Azuara: Auf Wiedersehen Herr Cerezo. Sagen Sie auf Wiedersehen wie Manzano. Der zweite Reporter verabschiedet Cerezo dann mit den Worten "Entscheidungen werden von denen getroffen die sie zu treffen haben. Hier im Radio sind das wir, im Club sind das Sie. Ich habe morgen niemanden zu treffen um zu bestätigen dass Azuara auch morgen noch bei uns angestellt sein wird. Aber vielleicht ist das bei Atlético nicht so klar. Vielen Dank Herr Cerezo und auf Wiedersehen. Cerezo legt daraufhin ohne ein abschließendes Wort auf. Das ganze Spektakel kann man sich auf der Website von Onda Cero unter folgendem Link anhören: An dieser Stelle ein kurzer Dank an unseren Freund Omar in Madrid, der uns ein englisches Transkript des Interviews zusammengestellt hat. |




