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Jahresrückblick 2011 - Teil 3: September - Dezember Drucken
Geschrieben von: Susanne Offermann   
Mittwoch, den 04. Januar 2012 um 10:19 Uhr

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu. Damit ist dann auch die Zeit gekommen für einen kleinen Rückblick auf das, was uns in den vergangenen Monaten sowohl sportlich mit Atlético Madrid, als auch im Peña Atlética Centuria Germana beschäftigte.

Teil 3 unseres Jahresrückblicks beschäftigt sich mit der Zeit zwischen dem 01.09.2011 und dem 31.12.2011

September:

Der September begann aufgrund der Länderspielpause in der Liga zunächst mit den Vorstellungen der Last Minute Transfers. An zwei aufeinander folgenden Tagen wurden zunächst Pizzi und anschließend Diego dem Publikum vorgestellt. Beide Spieler zeigten sich erfreut über ihre Verpflichtung und hoch motiviert.
„Ich weiß, dass Atlético andere, großartiger Spieler besitzt, die auf meiner Position spielen, daher werde ich hart arbeiten müssen und das ist genau das, was ich zu tun gedenke.", so der Portugiese.

„Ich bin sehr glücklich hier zu sein. Die letzten zwei Tage waren etwas kompliziert, doch ich wollte unbedingt hier spielen. Das habe ich immer gesagt. Es ist eine perfekte Kombination, denn ich bin bei einem großen Verein. Ich bin hierher gewechselt, auf Grund der großartigen Fans, der Liga, die sehr ausgeglichen ist und weil ich zu einem großen europäischen Verein wollte.“, so der Brasilianer.

Die nicht zum Länderspiel abgestellten Spieler des Vereins traten dann zu einem Freundschaftsspiel in Fuenlabrada an, wo sie das „Fernando Torres Stadion“ einweihten. Der Spieler selbst hatte leider nicht kommen können, hatte sich das Stadion aber schon im März einmal angeschaut. Der Erstligist besiegte hier den Gastgeber mit 3:0.

Im Europapokal begann der Monat mit einer Überraschung. Der FC Sion, Gruppengegner der Rot-Weißen, wurde disqualifiziert, da man, aus Sicht der UEFA, gegen ein bestehendes Transferverbot verstoßen hatte. Dieses war dem Schweizer Verein auferlegt worden, da dieser im Jahr 2008 einen Spieler zum Vertragsbruch angestiftet haben soll. Dennoch hatte der Verein, das Urteil war aufgrund Berufungen und Verhandlungen vor dem TAS erst im Januar 2011 rechtskräftig geworden, im Sommer gleich sechs neue Spieler verpflichtet und sich die Spielberechtigungen über eine einstweilige Verfügung von einem Zivilgericht geholt.

Eine Beschwerde des Qualifikationsgegners Celtic Glasgow wurde stattgegeben und beide Spiele im Nachhinein mit 3:0 für die Schotten gewertet. Dies sollte der Startschuss für einen langen Rechtsstreit sein, der bis zum Ende des Jahres immer noch nicht abschließend geklärt sein würde, da der FC Sion, entgegen den FIFA und UEFA Statuten, neben der Sportsgerichtsbarkeit auch wieder und wieder den Gang vor ein Schweizer Zivilgericht suchte.

Nach dem Ende der Länderspielpause musste der rot-weiße madrilenische Verein zunächst in der Liga nach Valencia reisen. Auch dort schaffte man es in einem spannenden Spiel nicht das Tor zu treffen und verblieb nach zwei Spielen immer noch torlos und verlor mit 1:0 durch ein Tor von Soldado.

In der darauf folgenden Woche stand dann erstmals ein Gruppenspiel der Europa League auf dem Programm. Das stattfinden dieses Spiels hatte bis Dienstags noch auf der Kippe gestanden, da Sion einerseits Berufung gegen die Entscheidung der UEFA Disziplinarkammer eingelegt hatte und andererseits versuchte vor mehreren Schweizer Gerichten eine einstweilige Verfügung zu erstreiten. Der UEFA-Berufungssenat wies die Beschwerde jedoch ab. Eine dann zustande gekommene, einstweilige Verfügung eines Waadtländer Kantonsgerichts ignorierte die UEFA und verwies darauf dies erst juristisch im Hause prüfen zu lassen.

Statt dem FC Sion trat somit dann Celtic Glasgow im ersten Spiel der Gruppenphase im Calderón an. In diesem Spiel überzeugten die Neuzugänge. Falcao und Diego feierten ihren Einstand in die Gruppenphase und ihr erstes Spiel im Calderón, mit jeweils einem Tor, zum 2:0 Erfolg der Colchoneros.

Nach dem Europa League Spiel ging es zu Hause gegen Racing Santander. Der Verein, der in den Spielen zuvor das Tor nicht treffen zu wollen schien, lieferte dieses Mal in einem Spiel die Tore nach. Dank eines tollen Passspiel ließen sie Ball und Gegner laufen und gaben Racing überhaupt keine Chance ins Spiel zu finden. Maßgeblich beteiligt am 4:0 Erfolg der Rojiblancos war Neuverpflichtung Radamel Falcao, der in seinem zweiten Spiel in rot-weiß bereits das vollbrachte, wozu ein Kun Agüero 234 Spiele gebraucht hatte: Einen Hattrick. Zehn Minuten vor Ende steuerte auch Neuverpflichtung Adrián noch ein Tor hinzu.

In der nun folgenden englischen Woche ging es wieder zu Hause ans Werk. Dieses Mal hieß der Gegner Sporting Gijón und wieder war es „el Tigre“ Falcao, der den Colchoneros den Erfolg brachte. Erneut steuerte er zwei Tore zum 4:0 Erfolg bei. Eigentlich wären es sogar drei gewesen, doch der zweite Hattrick in Folge wurde dem Kolumbianer nicht vergönnt, da Lora den Ball noch berührt hatte und das Tor somit als Eigentor gewertet wurde. Das fehlende vierte Tor lieferte Defensivspieler Álvaro Domínguez.

Durch die beiden hohen Siege in der Liga stellte Atlético nach vier Ligaspielen sowohl mit Falcao den aktuellen Spitzenreiter der Torschützenliste (Anm. d. Red.: den sogenannten "Pichichi"), als auch den Torwart mit den wenigsten Gegentoren (Anm. d. Red.: den sogenannten "Zamora") in Person des jungen Belgiers Thibaut Courtois.

Die Freude über den torreichen Lauf der Rojiblancos währte dann aber doch nur wenige Tage. Am Wochenende ging es ins Camp Nou zum FC Barcelona. Ein Spiel was ohnehin schon eines der Schwierigsten sein würde. Dazu stellte Gregorio Manzano, getreu seines Rotationsprinzips, noch die Abwehr komplett um. Statt Domínguez und Filipe schickte der Trainer Antonio López und Diego Godín aufs Feld. Für Rechtsverteidiger Silvio ging Luis Perea auf die rechte Abwehrseite. Hier wurden sämtliche Atlético Fans wieder auf den Boden der Tatsachen geholt, denn der FC Barcelona führte nach 26 Minuten bereits mit 3:0 und besiegte wehrlose und defensiv katastrophale Rojiblancos am Ende mühelos mit 5:0.

Zeit den Kopf in den Sand zu stecken blieb jedoch nicht, denn die Europa League sollte unter der Woche weitergehen. Atlético reiste nun in den Norden Frankreichs, wo es gegen Stade Rennes gehen sollte. Unterstützt von der Centuria Germana endete das Spiel dann glücklich durch einen späten Ausgleich von Juanfran mit 1:1.

Für die Centuria Germana stand der September fest im Zeichen der nächsten Peña Tour. Schon kurz nach der Gruppenauslosung wurde darüber diskutiert, ob man nicht vielleicht nach Frankreich fahren solle. Da man mit vier Leuten genug Passagiere für eine finanzierbare Fahrt fand, machte sich die deutsche Delegation dann auf nach Frankreich, zu einer Fahrt, die unter dem Titel „Ohhh Champs-Élysées“, in die Historie des Fanklubs einfließen würde.

Da man die anwesenden Fans in Frankreich so gut wie an zwei Händen abzählen konnte, sah sich der Fanklub doch einem interessanten Medienecho gegenüber. Im Mannschaftshotel durfte der Präsident, André K., zusammen mit Kiril R. gleich zwei Fernsehinterviews geben. Weiterhin gab es einen Bericht über den Klub auf der offiziellen Vereinshomepage sowie ein Foto unserer Fahne über den offiziellen Twiteraccount, @atm_es.

Höhepunkt der Tour war jedoch die Einblendung des Fanklubs im Stadion in der 80. Minute des Spiels. Die Blicke der vorhandenen Leute und dieses Bild haben schon jetzt Kultstatus.
Der vollständige Bericht zur Tour lässt sich im Torubericht: Ohhh Champs-Élysées nachlesen


Oktober:

Anfang Oktober machte sich unser Peña Mitglied und Redakteur Florian T. auf nach Madrid, um dort bis Ende November einen Sprachkurs zu belegen. Durch Gary von Madridatleticos mit einem Presseausweis ausgestattet, würde er nun für ganze zwei Monate in der Lage sein uns über alle Spiele und Pressekonferenzen zu berichten.

Was er jedoch im Oktober im Calderón zu sehen bekam war wahrlich nicht das Gelbe vom Ei...
Am ersten Oktoberwochenende besuchte der FC Sevilla das Calderón. Und das genau am 45. Jahrestag von dessen feierlicher Eröffnung. Auch wenn man momentan in der Tabelle abgerutscht war, würde man dieses Spiel für sich entscheiden müssen, um aufgrund des direkten Vergleichs im Kampf um die Champions League Plätze eine gute Ausgangssituation zu haben. Wie schon gegen Rennes kam man über ein Unentschieden gegen den FC Sevilla jedoch nicht hinaus. Trotz vieler Torchancen endete das Spiel torlos mit 0:0.

Einige Spieler konnten nun wieder verschnaufen, denn es stand, mal wieder, eine Länderspielpause an. Diese nutzten etliche Spieler jedoch nicht nur um sich auszuruhen, sondern auch um sich mit der Presse zu unterhalten und Erwartungen für das anstehende Spiel gegen den Aufsteiger aus Granada zu schüren.

So erklärte Koke in einer Pressekonferenz:
„Wir können diese Serie beenden. Wir haben in beiden Auswärtsspielen nicht gewonnen, aber unser Ziel ist es auch auswärts zu siegen. Das wollen wir am Samstag gegen Granada zeigen. Wir werden dies natürlich versuchen.“

Juanfran fügte hinzu:
„Wir sind die Favoriten, aber wir müssen nach Granada mit Demut und großen Arbeitswillen gehen, um dort zu gewinnen. Wir müssen irgendwie gewinnen!“

und auch Álvaro Domínguez erläuterte die Pläne des Klubs für die kommenden Spiele:
"In den nächsten vier oder fünf Partien müssen wir alle Punkte holen. Das ist das Ziel der Mannschaft. Alle Punkte holen. Und damit wollen wir in Granada anfangen. Etwas anderes gibt es nicht."

Nach der Pokalauslosung, die Atlético den Drittligisten Albacete Balompie für die Begegnungen im Dezember zuloste, ging es dann nach Granada um die Versprechungen zu erfüllen. Wie das leider meistens bei Atlético ist, konnte der Klub sie nicht annähernd halten und man erreichte in einem schlechten Spiel gegen den Aufsteiger nur ein weiteres torloses Remis. Hierbei schien Granada dem Tor zu jeder Zeit des Spiels näher als Atlético.

In der Europa League stand nach dem Unentschieden in Rennes nun der Besuch in Italien auf dem Programm. Bei Udinese Calcio setzte der Klub vor nur 10.000 Zuschauern im Stadio Friuli seine Negativserie fort und verlor ein ziemlich langweiliges Spiel, nach dem viele bereits mit einem weiteren torlosen Remis gerechnet hatten, durch zwei dumme Gegentore in den letzten beiden Minuten des Spiels noch mit 2:0.

Zurück in Madrid wollte man sich immerhin darauf verlassen, dass man diese Saison im Calderón nicht verloren hatte. Mit dem RCD Mallorca kam nun ein Ex-Klub des Trainers Manzano zu Besuch. Doch auch hier konnte wieder kein Sieg und noch viel Schlimmer auch kein Tor aus dem Spiel erzielt werden. Noch nicht mal richtige Torchancen spielte man sich heraus! Beide Tore beim 1:1 gegen Mallorca fielen durch Elfmeter. Der Elfmeter für Mallorca wurde von Schiedsrichter Borbalán nach nur 19 Sekunden für die Mallorquiner, wegen eines angeblichen Handspiels von Sílvio, gegeben. Die Mallorquiner nutzten diese Chance zur frühen Führung. Einen Handelfmeter auf der anderen Seite, der um einiges klarer war als der, aus der ersten Minute, wurde vom Schiedsrichter nicht gegeben. Dafür bekam Atleti dann kurz vor der Halbzeit doch noch einen Elfmeter, weil Falcao nach einem leichten Schubser im Strafraum zu Boden ging. Noch während des Spiels forderten die ersten Fans den Kopf des Trainers.

Dieser grässliche Monat war aber immer noch nicht zu Ende. Mit seiner katastrophalen Auswärtsserie reiste der Klub dann in der englischen Woche weiter zu einem weiteren direkten Konkurrenz: Athletic Bilbao.
Im strömenden Regen von San Mamés sah man kein gutes Spiel von beiden Seiten. Am Ende ging der Verein dann mit 3:0 sprichwörtlich baden. Dazu kam, dass José Antonio Reyes bei seiner Auswechslung durch den Trainer wild fluchend gesichtet wurde und von Alvaro Dominguez auf der Bank beruhigt werden musste.

Nach dem Spiel nahm Trainer Gregorio Manzano die Schuld für die aktuellen Leistungen des Klubs auf seine Kappe. Einige hatten schon mit einem Rauswurf des Trainers gerechnet, doch der Verein bekräftigte seine Absicht mit dem Trainer weiterzumachen.

Im letzten Spiel des Monats konnte Florian T. dann endlich seinen ersten Heimsieg im Stadion bejubeln. Atlético zeigte nach Wochen, am „Día de las Peñas“, wieder sein schöneres Gesicht und gewann das Spiel gegen Real Zaragoza verdient mit 3:1 durch zwei Tore von Adrián und eins von Domínguez.

Das Lieblingsthema der Presse im Oktober waren: Rotationen

Manzano hatte schon früh in der Saisonvorbereitung angekündigt, aufgrund der Tatsache, dass man in drei Wettbewerben spielt, in der Startelf zu rotieren. Rotationen waren nunmehr bei Atlético ja nichts Neues. Quique Sanchez Flores hatte über 50 Spiele gebraucht um einmal die gleiche Elf in zwei Spielen hintereinander aufs Feld zu bringen. Dennoch fand die Presse die Rotationen durchaus erwähnenswert und in jedem Interview eines Spielers wurde darauf angespielt, ob das Ganze nicht der Harmonie im Team schade. Egal wie oft die Spieler sagten das täte es nicht, zu glauben schien ihnen das von der Presse niemand.

Es tauchten erste Gerüchte auf Reyes, der als der Spieler galt, der am meisten unter Manzanos Rotationen zu leiden hatte, hätte Probleme mit dem Coach. Dies verstärkte sich noch nach der sichtbaren Unzufriedenheit des Spielers mit seiner Auswechslung im Spiel gegen Bilbao, wo er sich über den vermeidlichen Beruf von Manzanos Mutter ausließ. Auch wenn sich Reyes im Nachhinein bei Manzano entschuldigte und der Trainer die Situation damit kommentierte, dass es ihm lieber sei, wenn die Spieler sauer wären wenn sie nicht spielen, als wenn sie darüber glücklich wären, schien hier so langsam doch ein kleines Quique vs. Forlan 2.0 aufzutauchen. Der Andalusier war jedenfalls im Spiel danach aufgrund einer „Grippe“ nicht im Kader vorhanden.

So ganz stieg man hinter das Rotationssystem von Gregorio Manzano jedoch nicht. Spieler die in der Vorwoche noch in der Startelf standen fanden sich auf einmal auf der Tribüne wieder. Spieler die in der Vorwoche eine gute Leistung gebracht hatten, saßen in der Woche danach wieder nur auf der Bank.

Zu einem Problem entwickelte sich im Oktober die Leistenverletzung von Sílvio. Diese würde es dem Spieler nicht ermöglichen zwei Spiele hintereinander für den Klub zu bestreiten. Auf der rechten Verteidigerposition wurde deswegen Perea eingesetzt. Da dessen Leistungen jedoch auch nicht wirklich gut waren, testete Manzano auch Juanfran auf der rechten Verteidigerposition. Zum Glück für Atlético besserte sich Sílvios Zustand zum Ende des Monats hin sogar soweit, dass der Spieler ganze drei Spiele hintereinander bestreiten konnte.

Die konstante, schlechte Leistung des Fußballbereichs ließ den geneigten Fan dann doch mal in Richtung Handball schauen. Balonmano Atlético de Madrid machte es weitaus erfolgreicher als die kickenden Kollegen, zudem spielte man sogar Champions League. Wie passend, dass eins der Spiele in der Champions League Gruppenphase ausgerechnet in Berlin stattfand. Unser Peña Mitglied Christian W. ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen den rot-weißen Verein zu besuchen und ihn von der Seitenlinie aus anzufeuern. Er sah einen Sieg der Rojiblancos.

Im Oktober verstarb mit José Hernández ein weiterer ehemaliger Spieler des Klubs. Der Spieler mit dem Spitznamen „Lobito Negro“ spielte von 1949 bis 1958 für die Rot-Weißen und wurde 85 Jahre alt.


November:

Der November sollte im Zeichen der “Derbies” stehen. Bevor es aber mit dem Besuch in Getafe gegen den ersten madrilenischen Ligakonkurrenten ging, stand erst einmal der Europapokal auf dem Programm. Atlético musste nun am vierten Spieltag zu Hause gegen Udinese Calcio, die in dem Spiel einige ihrer Topspieler schonten, antreten und wollte beweisen, dass das Spiel gegen Zaragoza am Wochenende davor, nicht nur ein Ausrutscher nach oben gewesen ist. Die Rojiblancos traten nach dem Erfolg in Zaragoza wie entfesselt auf und führten bereits zur Halbzeit durch zwei Tore von Adrián und eins von Diego mit 3:0. In der zweiten Hälfte packte Falcao noch einen, zum 4:0 Endstand, drauf. Damit wäre der Grundstein für ein Weiterkommen in der Europa League gelegt. Atleti würde es im Spiel gegen Celtic bereits entscheiden können und hatte es selbst in der Hand.

Wie bereits im September nach den hohen Siegen gegen Racing und Gijón wurden die Rojiblancos auch hier wieder schmerzhaft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Beim Tabellenletzten in Getafe blamierte sich die Elf von Gregorio Manzano bis auf die Knochen und verteidigte seinen Titel der schlechtesten Auswärtsmannschaft nach 11 Spieltagen. Trotz einer frühen Führung nach einem Elfmeter und der Tatsache, dass die Getafenses über eine Stunde lang zu 10. antraten, verlor man am Ende mit 3:2

Der schlechten Stimmung in Madrid entgegenwirkend kam es da gar nicht so ungelegen, dass sich der Verein dann ein paar Tage außer Landes verabschiedete. Aufgrund der erneuten Länderspielpause reiste der Klub zu einem Freundschaftsspiel nach Ägypten. Ohne die Nationalspieler, dafür aber dem erst 17-jährigen Rechtsverteidiger Javier Manquillo, besichtigte die Delegation aus Madrid in Ägypten u. a. die Pyramiden, bevor es dann im nahezu vollbesetzten Cairo International Stadium zu einem Testspiel gegen den Zamalek Sporting Klub ging. Der ägyptische Verein feiert mit diesem Spiel sein 100 jähriges Vereinsjubiläum. Die Reise sollte angeblich mehrere Hunderttausend Euro in die klamme Kasse des madrilenischen Vereins spülen. Das Spiel gewann Atleti souverän und ungefährdet, in einem unspektakulären Spiel, durch zwei Tore von Salvio sowie zwei von Diego mit 4:1

Zurück in Madrid ereilte der Ligaalltag die Mannschaft wieder. Nach dem Ende der Länderspielpause ging es zu Hause gegen die Überraschungsmannschaft der Saison: UD Levante.
Diese spielte in dieser Saison den besten Saisonbeginn seiner Vereinsgeschichte, inklusive einem Besuch an der Tabellenspitze. In den letzten Spielen hatte der Verein jedoch Federn lassen müssen und war quasi zum Siegen verdammt. Das war bei den Madrilenen nicht anders, denn nach der Leistung gegen Getafe stand Gregorio Manzanos Trainerstuhl schon auf wackligen Beinen.

Nach einem motivierten Einstieg wurde das Spiel nach 10 Minuten gefühlt mit jeder Minute schlechter. Atlético spielte Feldüberlegen und mit mehr Ballbesitz, konnte jedoch nur wenige richtige Torchancen heraus spielen. Ein Phänomen was man schon des Öfteren Bestaunen konnte, und was sich auch noch weiter fortsetzen würde.
Die zweite Hälfte des Spiels sicherte dann die drei Punkte gegen Levante. Einer gut funktionierenden Offensive stand eine destruktive Defensive gegenüber. Levante nutzte zwei kollektive Tiefschlafphasen für Gegentore. Die Einwechslungen von Pizzi und Reyes brachten dann aber zum Glück die notwendigen Impulse das Tor zu treffen und so stand es am Ende, durch Tore von Pizzi, Adrián und Diego, 3:2 für die Rojiblancos.

In der Woche darauf war wieder einmal die Derbyzeit gekommen. Dieses Mal durften die Rot-Weißen ihren verhassten, weißen Nachbarn in dessen Stadion besuchen. Der rot-weiße Klub begann stark gegen die weiß gekleideten Herren im Santiago Bernabeu. Zur Freude der Atlético Fans gingen die Colchoneros durch ein Tor von Adrián sogar in Führung. Das ganze sollte bis zur 22. Minute gut gehen. Dann fiel Ángel Di Maria nach einer Berührung von Courtois im Strafraum. Die Weißen bekamen einen Elfmeter, die rot-weißen einen Platzverweis. Durch die übermäßig strenge Regelauslegung schickte der Schiedsrichter Courtois vom Feld und ließ die Rojiblancos nun für 68 Minuten in Unterzahl spielen. Den Elfmeter verwandelte Christiano Ronaldo zum Ausgleich.
In der ersten Hälfte stemmten sich die Spieler mit allem was sie hatten gegen die Weißen. Kurz nach der Halbzeit gingen diese dann jedoch in Führung und erhöhten schließlich noch auf 3:1. Da ein Unglück nur selten allein kommt, wurde acht Minuten vor Ende auch noch Diego Godín vorzeitig zum Duschen geschickt. Den daraus resultierenden zweiten Elfmeter des Spiels verwandelte Cristiano Ronaldo erneut sicher zum 4:1 Endstand.

Wie schon nach dem Spiel gegen Barca blieb den Spielern aber keine Zeit den Kopf in den Sand zu stecken. In Glasgow würde es am 5. Spieltag der Gruppenphase in der Gruppe I um den Einzug ins 1/16 Finale der Europa League gehen. Ein Grund mehr motiviert nach Schottland zu reisen. Erneut angefeuert von der Centuria Germana gewann der Klub dann dort ein eher mäßiges Spiel durch ein Tor des Türken Arda Turan mit 1:0 und qualifizierte sich schon am 5. Spieltag für das 1/16 Finale.

Schon bevor die Tour nach Rennes Ende September überhaupt geplant war, hatten André und Susanne schon ihre Flüge für den Celtic Park gebucht, so dass am Ende eine 5-köpfige Delegation des Peñas das Spiel besuchen würde. Die unter dem Mottosong „500 Miles“ betitelte Tour ins regnerische Schottland brachte erneut viel Spaß und die Möglichkeit neue, nette Leute kennenzulernen und die Spieler im Mannschaftshotel zu beobachten. Hier der vollständige Tourbericht, "500 Miles"

Insbesondere nach der Leistung gegen Getafe wackelte der Trainerstuhl von Gregorio Manzano heftigst. Der Trainer bezeichnete das Spiel als „komplettes Desaster“. Der Klub distanzierte sich jedoch von einer Entlassung.
„Es ist nicht die Zeit für drastische Maßnahmen.“, so Sportdirektor Caminero.

Gerüchten zufolge durfte der Coach nach dem Spiel nur im Amt bleiben, da unter der Woche das Freundschaftsspiel in Ägypten anstand und der Klub dort nicht ohne einen Trainer anreisen wollte. Das Spiel gegen Levante wurde dann von vielen als „das Schicksalsspiel“ bezeichnet. Würde man hier nicht gewinnen, wäre es das mit Manzano. Es ist dann doch schon irgendwie ironisch, dass ausgerechnet José Antonio Reyes, dessen Verhältnis mit dem Trainer nicht gut sein soll, es war, der durch seine heraus stechende Leistung dem Trainer am Ende gegen Levante den Job gerettet hatte.

Es brodelte im November jedoch dann weiter zwischen Reyes und Manzano. Gerüchte machten die Runde der Mann aus Utrera sei ganz und gar nicht zufrieden mit dem Trainer und studiere Angebote für einen Abgang im Winter. Einen Einblick in den Gemütszustand des Spielers gab eine Aktion im Spiel gegen Celtic, wo der Spieler „Luis Aragones“-Gesänge aus dem Fanblock von einigen Ultravertretern mit einem zufriedenen Lächeln bedachte und diese Fans am Ende auch noch, über einen Ordner, mit seinem Trikot beschenken ließ.

In der zweiten Hälfte des Levante Spiels verletzte Sílvio sich am Knie und wird mindestens einen Monat nicht zur Verfügung stehen. Der Spieler, den schon seit Beginn der Saison Leistenprobleme plagten und bei dem es langsam aufwärts zu gehen schien, wurde damit jäh zurückgeworfen. Das Problem auf der Rechtsverteidigerposition tut sich damit von neuem auf.

Ein interessantes Gerücht ist zudem, dass das 20-jährige Schweizer Talent, Xherdan Shaqiri, den Gerüchten zufolge im Januar vom FC Basel aus zum Klub stoßen sollte.

Der November brachte auch noch zwei Vertragsverlängerungen. Zunächst teilte der 22-jährige Verteidiger und U21 Europameister Alvaro Domínguez über seinen Twitteraccount mit seinen Vertrag bei Atlético bis 2015 verlängert zu haben. Anschließend verkündete der Verein mit dem Jugendspieler Javier Manquillo einen neuen Vertrag abgeschlossen zu haben, der ihn bis 2016 an den Verein bindet.


Dezember:

Im Dezember stand nun das letzte madrilenische Derby an. Zur Mittagszeit ging es zu Hause gegen den frisch aufgestiegenen Nachbarn aus Vallecas. Da Atlético im Calderón stets eine gute Figur gemacht hatte, gingen die Fans erneut hoffnungsvoll ins Stadion und sollten in einem ausgeglichenen Spiel einen 3:1 Sieg ihrer Mannschaft sehen.

Neben der Liga und der Europa League war nun die Zeit gekommen in den dritten Wettbewerb der Saison einzusteigen: Den Copa del Rey.
Aufgrund des Europa League Spiels gegen Stade Rennes war das Spiel um eine Woche nach vorne verlegt worden. Für den Klub ging es nun nach Albacete, in der Hoffnung sich dort nicht zu blamieren. Die eigene Cantera, die in der Segunda B mit Albacete in der gleichen Gruppe spielt, hatte dort Unentschieden gespielt. Gregorio Manzano entschied sich dazu, einige seiner Topleute gar nicht erst mitzunehmen und viele Positionen durch Spieler des Nachwuchses zu besetzen. Hätte er das mal besser nicht getan... In einer schwachen Partie geriet Atletico in der ersten Hälfte bereits in Rückstand. Eine rote Karte und ein Elfmeter hätten hier den Vorteil bringen sollen, aber Atlético nutzte seine Überzahl nicht aus und Adrián verschoss den Elfmeter. Nach einem Platzverweis von Domínguez, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, gelang es dem Drittligisten sogar noch zu erhöhen. Adrián verkürzte dann relativ schnell wieder und schoss das wichtige Auswärtstor. Dennoch verlor man am Ende verdient mit 2:1.

Pünktlich zum dritten Advent ging es dann wieder gegen einen Verein, der normalerweise direkte Konkurrenz ist: Espanyol Barcelona.
Mit dem Zwang aufgrund der miserablen Auswärtsstatistik des Klubs endlich einen Sieg einfahren zu müssen, ging es also nach Barcelona. Aufgrund der Ergebnisse der anderen Teams würde ein Sieg Atlético wieder in Reichweite der Europapokalplätze bringen. Manzano setzte bei dem Spiel aufstellungstechnisch alles auf eine Karte, rotierte auf einigen Positionen und ging damit baden. Schon nach 5 Minuten lag sein Verein mit 1:0 hinten. Nur drei Minuten später folgte dann das zweite Gegentor und weitere 10 Minuten später das Dritte. Die Leistung der Spieler konnte nur mit desolat beschrieben werden. Auch wenn man kurz vor der Halbzeit, durch das 3:1 durch Falcao, noch einmal Hoffnung schürte, begrub das 4:1 kurz danach wieder alles. Arda verkürzte kurz vor Ende noch auf 4:2.

Irritiert über die Entscheidung des Vereins Manzano nicht zu entlassen, blieben viele Fans dem Spiel gegen Stadt Rennes unter der Woche fern. In einem fast leeren Calderón schaffte es Atlético in einem mäßigen Spiel wenigstens einmal seine Pflichtaufgabe zu erfüllen und sich das Leben nicht durch eine Niederlage unnötig schwer zu machen. Eine solche hätte nämlich dazu geführt, dass die Colchoneros schon im 1/16 Finale auf die großen Brocken Manchester United und Manchester City hätten treffen können. Durch ein Tor von Falcao, eins von Domínguez sowie eins von Arda, sicherte man sich mit einem 3:1 Sieg über Stade Rennes am Ende dann doch noch zumindest den Gruppensieg. Die Auslosung einen Tag später ergab, dass der Klub nun im 1/16 Finale im Februar auf Lazio Rom treffen würde.

Am letzten Spieltag des Jahres 2011 in der Spanischen Liga, bekam der Klub dann zur Mittagsanstoßzeit noch einmal Besuch. In Anbetracht der Tatsache, dass das Calderón zumindest in dieser Saison eine Festung gewesen ist und man dort noch nie verloren hatte, sah man dem Spiel gegen Betis Sevilla positiv entgegen. Im Vorfeld des Spieles hatte Manzano angekündigt, dass seine Spieler auswärts so spielen sollten wie daheim. Das schienen die Spieler jedoch falsch verstanden zu haben. Atlético zog das Spiel auf, während Betis sich mit Kontern begnügte. Die Ballbesitzstatistik sprach eine deutliche Sprache. Fast 70% zur Halbzeit. Dennoch generierte der Verein daraus so gut wie keinerlei Torchancen. Betis Sevilla reichten dann zwei Chancen im ganzen Spiel um am Ende, nach einer desolaten Abwehrleistung der Rot-Weißen, mit 0:2 als Sieger vom Platz zu gehen.

Bevor es jetzt aber daran ging sich über die Feiertag die Wunden zu lecken, war noch eine „Pflichtaufgabe“ zu erledigen. Das Rückspiel des Pokals. Aufgrund der 2:1 Niederlage in Albacete musste Atlético das Spiel gewinnen. Gegen einen Drittligisten sollte der Drittteuerste Kader Spaniens ja wohl in der Lage sein zu gewinnen. Denkste. Obwohl Manzano die beste, verfügbare Elf auf das Feld schickte, schoss der Drittligist nach nur 22 Sekunden das 0:1. Damit musste der rot-weiße Klub nun zwei Tore für die Verlängerung und drei für ein direktes Weiterkommen schießen. Doch selbst gegen einen Drittligisten war Atlético nicht in der Lage ein Tor zu machen. Die Schlagzeile der Marca sagte dazu alles: "El Atleti es un desastre total".

Am nächsten Tag geschah dann das, worauf einige Fans seit dem Getafe Spiel, andere seit dem Espanyol Spiel, gewartet hatten: Manzano wurde entlassen.

Schon nach dem Getafe Desaster im November hatte es erste Stimmen gegeben, die einen Rauswurf des Trainers forderten. Dies verweigerte der Klub vehement und stellte sich hinter seinen Trainer. Das Projekt brauche mehr Zeit hieß es. Statt das sich das Projekt jedoch fortentwickelte und man eine Form von Vorankommen sehen konnte, stachen die gleichen Probleme, die der Klub schon am Anfang der Saison hatte, wieder und wieder hervor. Dazu kamen Manzanos, von seinem Grundgedanken der Rotation vielleicht sogar richtige, seltsame Rotationen und noch viel seltsamere Wechsel. So stärkte der Trainer bei einem hohen Rückstand wiederholt die Defensive statt einen offensiven Wechsel zu machen. Nach dem Spiel gegen Espanyol hatten viele Fans die Nase gestrichen voll und alle erwarteten einen Rauswurf des Trainers. Doch er kam nicht. Der Verein verkündete dem Trainer weitere drei Spiele zu geben und sich dann über die Feiertage zusammenzusetzen und „die Situation zu analysieren.“. Da der Klub wider Erwarten von den drei Heimspielen gleich zwei desaströs verlor, blieb ihnen nun nichts anderes übrig als den Trainer zu entlassen.

Der Verein erklärte in einem offiziellen Kommuniqué:
"Die Führungsetage des Vereins hat sich am heutigen Donnerstag getroffen, um die sportliche Situation des Klubs zu analysieren und hat sich dazu entschieden Gregorio Manzano als Trainer der ersten Mannschaft zu entlassen. Diese Entscheidung wurde dem Trainer mitgeteilt. Es wurde auch schon eine Einigung, über die Aufhebung seines Vertrages erzielt."

Einen Tag vor Weihnachten gab der Verein dann die Verpflichtung von Ex-Spieler Diego „Cholo“ Simeone als neuen Trainer bekannt. Keine Überraschung, hatte der argentinische Ex-Nationalspieler doch erst in der Woche zuvor, absolut überraschend, bei seinem Arbeitgeber Racing de Avellaneda gekündigt.

Nach den Weihnachtstagen wurde der Trainer dann unter großem Medieninteresse im VIP-Saal des Vicente Calderón vorgestellt und zeigte sich hoch erfreut über die Chance ins Calderón zurückzukehren.

Seine Idee vom Verein fasste er wie folgt zusammen:
„Ich schaue natürlich nach der besten Aufstellung, die dieser Kader zulässt. Ich will eine Mannschaft die aggressiv spielt, stark und schnell nach vorne spielt. Wir möchten, dass sich alle Spieler in das Trikot verlieben. Wir müssen wissen, was wir tun“, sagte der Trainer.

Dennoch bremste er überzogene Erwartungen und weigerte sich auch ein konkretes Saisonziel auszugeben
„Ich bin Realist und lebe von Tag zu Tag. Das Wichtigste für Atlético Madrid ist die Partie gegen Málaga. Wir denken nicht weiter hinaus, denn wir brauchen ein solides Fundament aus dem wir etwas Starkes wachsen lassen können.“

Den Trainingsauftakt im Calderón verfolgten knapp 5.000 Fans.

Neben der Frage ob Manzano den Verein im nächsten Monat noch trainieren würde, war die Frage danach ob Reyes das neue Jahr noch im Atlético Trikot beginnen würde eins der Hauptthemen des Monats. Der Bruch zwischen ihm und dem Trainer war schon länger offensichtlich. Gerüchte kamen auf, der Andalusier sei sich mit Galatasaray einig und würde den Klub für nur 4 Millionen Euro Ablösesumme verlassen. Im Rahmen der ganzen Transfergerüchte verzichtete Manzano dann auf den eigentlich fitten Reyes im Kader für das Spiel gegen Espanyol Barcelona mit der Aussage, Reyes sei momentan nicht 100% auf die Mannschaft fixiert. Nun kam es auch zum öffentlichen Bruch, denn Reyes konterte über seinen Twitteraccount mit der Aussage:
„Ich würde dem Team ja gerne helfen, aber…“

Der türkische Verein bestätigte erst die Verhandlungen, ruderte dann jedoch zurück, da der Trainer des Klubs sich wohl einen jüngeren Spieler als Reyes wünschte. Nun liebäugelte der Mann aus Utrera mit einem Wechsel zurück in seine Heimat Sevilla. Zum Ende des Monats war dieses Kapitel noch nicht abgeschlossen, dennoch gilt es als sehr wahrscheinlich, dass Reyes auch unter einem Trainer Simeone nicht bei Atlético bleiben wird und zurück nach Sevilla geht.

Neben dem Abgang Manzanos gab es auch Gerüchte darüber, José Luis Pérez Caminero könnte seinem Trainer nach nur sechs Monaten folgen und würde auch den Verein bei einer Entlassung Manzanos verlassen. Einige Fans schreckten auf, als dann Jesus Garcia Pitarch auf einmal im Stadion auftauchte. Dieser war allerdings wohl nur gekommen, um den Angestellten des Vereins ein frohes Weihnachtsfest zu wünschen. Caminero blieb im Amt.
Zu Simeones Begrüßung sagte er:
„Ich heiße dich willkommen und wünsche dir viel Glück, denn dein Glück ist auch unseres.“ Wahre Worte.

Die konstante Schlechtleistung des Klubs führte jedoch nicht nur zu Ablehnung und Protest gegenüber dem Trainer sondern auch erneut zu Protesten gegen Enrique Cerezo und Miguel Angel Gil Marin.

Während Miguel Angel Gil Marin die Proteste nicht wirklich zu interessieren scheint und er die Opposition klein redete, ließ Enrique Cerezo im spanischen Radio seiner Wut freien Lauf.:
Auf einfache Frage danach ob er und Miguel Angel Gil Marin sich als Teil des Problems sehen würden und nicht gehen wollten, folgte eine über dreiminütige Verbalschlacht mit einem Radiomoderator, die Live ausgestrahlt wurde. Der Präsident zeigte sich dabei alles andere als Souverän und beleidigte den Reporter als „schlechten Profi und schlechten Menschen“, „unverschämten Bengel“ und „Lump“ und forderte die Entlassung des Radiomoderators, der nur konterte, dass Cerezo der Justiz zufolge ein Verbrecher sei.

Das ganze Spektakel kann man sich auf der Website von Onda Cero anhören:

Gil Marín hingegen stand dem Radiosender Cadena Ser zu einem Interview zur Verfügung:
Zu den Protesten der Fans gegen ihn und Cerezo sagte er:
„19 Jahre sind eine lange Zeit. Es ist normal, dass die Leute es irgendwann satt sind die gleichen Gesichter zu sehen. Es gibt da eine Minderheit die gerne einen Wechsel hätte. Diese Minderheit von 500 Leuten stacheln andere an wenn es schlecht läuft. Wenn es gut läuft ist diese Minderheit ruhig.“
„Ob ich es satt bin? Nein. Ich habe weiterhin Hoffnung und bleibe stark. Ob ich schon mal ans aufhören gedacht habe? Millonen Male. Der Ausstieg wird kommen, wenn jemand kommt und uns für unsere Anteile einen fairen Preis zahlt. Ich besitze 56%. Zwischen 2003 und 2004 haben wir 54 Mio. Euro ausgegeben.”

Als ob es nicht genug zu diskutieren gegeben hätte, wurden im Glasdom der Stadt Madrid, vor ca. 600. Personen, u. a. der kompletten Mannschaft sowie diverser Vereinslegenden, auch noch die Pläne für das neue Stadion präsentiert. Das Stadion „La Peineta“ wie es jetzt noch heißt liegt im Osten der Stadt und soll Ende des Jahres 2014 fertiggestellt sein. Es soll 70.000 Zuschauer fassen und über eine Metro sowie Bahnstation, ein Einkaufszentrum und ausreichende Parkmöglichkeiten verfügen. Bei den Fans ist der Wechsel des Stadions umstritten.

Schneller als geplant endete die Leihe von Fran Mérida. Der FC Braga verkündete zwischen den Feiertagen auf die Dienste, des bis zum Saisonende ausgeliehenen Mittelfeldspielers, zu verzichten und den Spieler nach Madrid zurückzugeben.

Und auch Fernando Torres kehrte noch zu Atlético zurück, zu mindestens für ein paar Stunden. Den Día de los Santos Inocentes hatten die Redakteure des PACG zum Anlass genommen, um über die Rückkehr des verlorenen Sohnes zu berichten und auf der Peña Seite eine Falschmeldung über ein angebliches Leihgeschäft zu posten.

Damit ging ein nicht wirklich erfolgreiches Jahr 2011 zu Ende. Hoffen wir alle, dass unser Jahr 2012 besser wird.

In diesem Sinne wünschen wir euch ein Frohes Neues Jahr, viel Glück und Erfolg im kommenden Jahr.

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