| 2005-08: Die Englandtour - West Bromwich vs. Atlético de Madrid |
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| Geschrieben von: PACG - Nina Haftmann |
| Dienstag, den 16. Januar 2007 um 19:07 Uhr |
Die Englandtour - West Bromwich vs. Atlético de MadridEndlich war es soweit, der Samstag war da und nun endlich sollten wir uns auf den Weg nach England machen, um das erste Atlético Spiel der Saison zu sehen. Auf dem Plan stand West Bromwich vs. Atlético Madrid. Das Spiel sollte am Sonntag, den 07.08.2005 um 15 Uhr Ortszeit starten.Wir waren natürlich alle gespannt, was uns unsere Rot-Weißen diesmal zeigen würden. Wir, das sind "Fahrer" Andreas, "Vielfraß" André, "Geli" Frank(y) und meine Wenigkeit Nina. Für mich startete die Tour um 16 Uhr am Göttinger Bahnhof und von dort fuhr ich 2 Stunden quer durch die Pampa Richtung Paderborn. Um 18 Uhr war ich dann in Paderborn, wo André bereits in seinem gelben Flitzer wartete. Von Paderborn aus ging es, nach Tanken und umgestalten des Beetles in einen Atlétiflitzer, Richtung Düsseldorf, von wo wir in der Nacht losfahren wollten. Auf der Fahrt durfte ich mir Lieder von "den Doofen" reinziehen, solange, bis sie selbst André auf die Eier gingen. Deshalb fing er an, einen "ordentlichen" Sender zu suchen. Na ja, was er alles so gefunden hat, möchte ich dann lieber nicht näher ausführen. Nach maximal 2 Stunden Fahrt waren wir schon in Düsseldorf, wo wir den Atlétiflitzer im Bahnhofsparkhaus abstellten. Jetzt hieß es eine Stunde totschlagen, bis der Franky aus Bonn eintrudelte. So liefen wir mindestens dreimal über den Düsseldorfer Hauptbahnhof, bis André endlich alles hatte, was sein Herz begehrte. Ein Mandelhörnchen für den süßen Gaumen, eine Currykrakauer für den Appetit und ein Alt, um den guten Geschmack runterzuspülen. Unsere "Ausflüge" nach draußen auf den Bahnhofsvorplatz waren sehr nass von oben, womit wir schon ein bisschen auf England eingestimmt wurden und mir auch bewusst war, dass ich keine wetterfeste Kleidung dabei hatte ... Um kurz nach 21 Uhr kam Franky an, eigentlich wollten wir ihn ja vom Zug abholen, aber in dem Zug, den wir uns ausgesucht hatten, gab es keinen Frank, also half nur zurück zum Haupteingang und hoffen, dass Franky uns findet. Gesagt, getan, und keine zwei Minuten später sahen wir auch ein rot-weißes Männchen auf uns zukommen. Das Spielkind Lost in Düsseldorf Da André ein tolles Spielzeug in der Kinolobby gefunden hatte, verzögerte sich unsere Düsseldorferkundung. Erstmal wurden ein paar Rekorde aufgestellt, im Fußballquiz, im Fehlersuchen und Trivial Pursuit, ehe wir anschließend die Altstadt unsicher machen wollten. Dies stellte sich allerdings als ein wenig schwierig heraus, denn André konnte sich nur anhand des Weihnachtsmarktes orientieren und so bekamen Franky und ich eine "einmalige" Weihnachtsmarkttour ohne Weihnachtsmarkt (im August ja auch nicht verwunderlich). Außerdem liefen wir kilometerweite Umwege, wegen dieser "Weihnachtsmarkterinnerung". Herbie Schlafmütze Nach dem Film besuchten wir noch einen Burgerladen und dann war es auch schon fast soweit, Andreas zu treffen. Ja, wenn das nur so einfach wäre ... ich finde es immer wieder faszinierend, wie Männer meinen, das Richtige zu tun, es aber dann doch total falsch machen. Diesmal war es die Kommunikation mit Andreas, der wollte uns um 2 Uhr am Hinterausgang vom Bahnhofsparkhaus am Taxistand treffen, was sich aber als unmöglich herausstellte, denn André parkte seinen Flitzer am Taxistand vor dem Bahnhof. Aber nach einigem Hin und Her trafen wir doch endlich Andreas. Andrés Auto wurde bei Andreas in der Strasse geparkt, die Sachen umgeladen, bevor es endlich um 3 Uhr in Richtung England ging. Wir waren kaum losgefahren, da wurde auch schon die erste Atleti-CD angestellt, danach folgte eine allgemeine Fußballlieder-CD und so langsam wurde es ruhig im Auto. Einer nach dem anderen (bis auf den Fahrer) glitt hinüber ins Reich der Träume. Auf der Fähre Englands Küste Ich machte mich unterdessen mit dem Schiff vertraut. Ich verbrachte einige Zeit auf dem Oberdeck, wo ich die frische und stürmische Meeresluft einatmete und die Küste Englands auf uns zukommen sah. Nach dem Andocken fuhr Andreas den Golf auf englischen Boden, wo ja auf der anderen Seite gefahren wird. Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, linksherum in den Kreisverkehr zu fahren, aber Andreas meisterte das alles souverän. Um 11.15 Uhr erreichten wir West Bromwich, ein Vorort von Birmingham. Die Fahrt dorthin war nicht ganz so einfach, da die Beschilderung zu wünschen übrig ließ. Unser erster Besuch galt in West Bromwich einem anderen Burgerladen, der sich genau gegenüber vom Stadion befand. Dort wurde erstmal Frühstück und Mittagessen kombiniert und anschließend machten wir uns auf den Weg, um uns Karten zu kaufen. Fazination W. Bromwich Die Einkaufsstraße Nachdem auch diese Aktion erfolgreich verlief, überlegten wir uns, die heutige Gastgeberstadt einwenig näher zu erkunden. Also wieder ab zum Auto und Richtung Town Center gefahren. Dort angekommen hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Eine sehr übersichtliche "Innenstadt" (eine Straße), jedoch gab es hin und wieder einen Spontanapplaus z.B. für die "tolle" City, den Busbahnhof oder den Hinweis auf der Straße "look left". Außerdem durften wir Zeuge einer Hindu-Hochzeit werden, wo auch eine schöne weiße Limousine stand, da wir aber Angst hatten, ein Foto zu machen und uns die Gegend eh suspekt war, brachen wir die "Stadtbesichtigung" ab. Nach erfolgreichem Parken am Stadion, machten wir uns erstmal hübsch für unsere Rojiblanco, wobei sich Franky fast eine ganze Tube Gel sich in sein Haar packte bevor wir uns zum Spielereingang begaben (da mir jemand sagte, dass die Spieler noch nicht angekommen seien). Jedoch stellte sich dies als Fehler heraus. Für unseren Fahrer wurde das Warten aber belohnt, denn als der Spieler Kanu von West Bromwich mal eben lässig mit dem Ferrari vorgefahren wurde, verlor er £20, die sich Andreas natürlich nicht entgehen ließ. Der PACG im Stadion Da wir schon vor Spielbeginn ein wenig Stimmung machten, gesellten sich auch weitere Rojiblancos zu uns. Am Ende waren wir so ca. 40 Gästefans, es kamen sogar welche aus Spanien extra zu diesem Spiel. Ja, das Spiel ... man hätte es ja nicht anderes erwarten können, wir haben mal wieder verloren. Torres ließ während des ganzen Spiels den Kopf über den Boden schleifen (und das als Kapitän!), Luccin arbeitete viel und meist auch erfolgreich (Elfmeter sei ausgeklammert). Das Spiel bewegte sich vorwiegend über die Mitte, so dass unsere Neuen, Petrov und Maxi, kaum in das Spiel eingebunden wurden. Die Verteidigung stand im Prinzip wie in der letzten Saison, vielleicht fehlte aber dem einen oder anderen die Frische. Tragischer Höhepunkt des Spiels war Kezmans Platzwunde, die ihn zwang, den Platz zu verlassen, sie wurde später mit fünf Stichen genäht. Für Kezman kam Arizmendi, von dem man nur übelst enttäuscht wurde. Deswegen passierte in den letzten Minuten nichts mehr bei Atlético, um den Rückstand aufzuholen. Es fehlten einfach die Ideen, die Präzision oder einfach nur ein einfacher Zweipass. Ibagaza beförderte einen Freistoß aus 25m 5 m über das Tor, obwohl die weit besser begabten Antonio Lopez und Martin Petrov (er wurde lautstark von uns gefordert) dabeistanden. Man merkte nicht nur an dieser Situation, das die Rojiblanco einfach nicht in der Lage waren, ein Tor zu schießen, und als man abermals im eigenen Strafraum in Bedrängnis kam und Luccin einen gegnerischen Spieler zu Fall brachte, war alles vorbei. Es stand 2:0 für West Bromwich und das kurz vor Ende des Spiels. Dick und Doof Genauso enttäuscht wie von dem Spiel konnte man von den Spielern sein, denn außer Petrov und Gabi hielt es niemand für nötig, auf uns Fans zuzukommen. Allerdings wollten wir uns auch nicht so abspeisen lassen und begaben uns zum Spielerausgang, wo wir auf die Truppe warteten. Nach nur sehr kurz scheinender Duschphase verließen die Spieler einer nach dem anderen das Stadion. Der größte von uns stand natürlich in der ersten Reihe, somit war mein direkter Fotoweg einwenig versperrt, aber er konnte sich nützlich machen, indem er die Spieler bat, einmal kurz für uns zu posen. Leider spricht Carlos Bianchi weder Deutsch noch Englisch (wie so manch einer im Verein), aber wir haben die Wahl zwischen Spanisch, Italienisch und Französisch. Bei Kezman konnten wir die Wunde "bestaunen", und er sah noch ein bisschen mitgenommen aus. Als Petrov endlich das Stadion verließ, schlug Andrés Stunde, erstmal wurde mit ihm ein Interview vereinbart, anschließend Grüße von der WAZ übertragen und von ihm gefordert, mehr Freistösse zu schießen, woraufhin Petrov nur bemerkte, das ihm ja im Prinzip die Hände gebunden seien und er nichts machen könne. Petrovs Auftritt Als wir fast vergessen hatten, dass sich auch noch Franky an Bord befand, meldete sich dieser zu Wort, denn er müsse mal "Austreten", und da er meinte, ihm würde sonst was platzen, musste wohl oder übel der Fuß vom Gas genommen werden und ein Bäumchen musste her. Das Bäumchen war zwar am Ende eine Mauer, aber die Not macht bekanntlich erfinderisch und so notdurftete er eben an besagter Mauer. Durch diese Aktion hatten wir also ca. 10 Minuten (und ich hoffte für die anderen, dass dies nicht die entscheidenden waren, denn auch mein Bedürfnis war nicht gerade gering) in unserem Kampf gegen die Uhr verloren. In dieser kleinen Pause gelang es auch André, sich die Schokobrötchen aus Andreas’ Rucksack zu stibitzen, die er auch nicht wirklich teilte, ja, ich bekam ein ganzes ab, und bevor man noch etwas sagen konnte, waren die Brötchen verschwunden. Dieser Vielfraß hatte wirklich 5 Schokobrötchen in 2 Minuten verdrückt. Wir erreichten um ca. 21:15 den Hafen von Dover, wo sich erstmal die Frage stellte: Wohin? Wir fanden aber die Zufahrt und waren erstaunt, als wir noch durchgelassen wurden. In der Reihe angekommen, waren wir nicht die einzigen, die dort herumstanden, und es stellte sich heraus, dass die Abfahrt der Fähre sich um ca. eine halbe Stunde verzögert hat. Als Grund wurden technische Probleme angegeben. Auf der Fähre angekommen, ging wieder der Run auf die Sofas los, wo sich Andreas und André ihren Träumen hingaben. Franky und ich hingegen kauften uns von unseren letzten englischen Pfund etwas zu essen und zu trinken. Um ca. 1 Uhr erreichten wir wieder das europäische Festland und ca. 3 Stunden später kamen wir sicher und müde in Düsseldorf an. Dort verabschiedeten wir uns erstmal von Andreas, der wohl nur noch ins Bett gefallen sein wird. Franky brachten André und ich noch zum Bahnhof, von wo aus er einen Zug in Richtung Bonn nahm. Für André und mich ging die gemeinsame Fahrt noch 1 einhalb Stunden weiter Richtung Paderborn. Dort stieg ich um 5:53 in den Zug gen Göttingen und André fuhr nach Hause. Meine Englandtour war also erst um 8:30 Uhr am Montagmorgen zu Ende, wo ich nur noch ins Bett fiel und sehr lange geschlafen habe. |
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